Freude auf Japanisch

(jl) – Viel mehr hätte man sich als Hertha-Fan von diesem Sonnabend nicht wünschen können. Bestes Fußballwetter, einen 2:1 (0:0)-Heimsieg nach Treffern von Genki Haraguchi (54.) und Salomon Kalou (69.), und dazu Konkurrenten, die parallel Punkte liegen lassen.

Ihr habt es mitbekommen: Wolfsburg (gegen Darmstadt) und Mainz (in Bremen) spielten jeweils nur 1:1.

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Europa bleibt offiziell ein Tabu-Thema

Herthas Osterfest, es dürfte eines der schönsten seit langer Zeit werden. Gegen die aufkommenden Europacup-Euphorie wehren sich die Herthaner natürlich trotzdem weiterhin. Exemplarisch ein Statement vom Torschützen Kalou:

„Noch sind es sieben Spiele. Wir müssen die Form halten und dürfen keinen Druck aufbauen. In Gladbach wollen wir dann auf 51 Punkte kommen.“

Haraguchi an beiden Treffern beteiligt

Eine beeindruckende Leistung zeigte am Sonnabend Genki Haraguchi. Der Japaner traf einmal selbst und bereitete das zweite Tor vor, war zudem eine steter Unruheherd. Seine Kollegen waren voll des Lobes:

Skjelbred: „Er arbeitet jeden Tag sehr viel und nimmt sich viel vor. Heute war das überragend. Ich hoffe, dass es für ihn so weiter geht.“

Haraguchi selbst wurde mal wieder von den Medienvertretern aus seiner Heimat belagert. Die sagten mir anschließend: Genki habe sich besonders deshalb über sein Tor gefreut, weil es so stringent herausgespielt war. Bisher seien seine Treffer eher Zufallsprodukte gewesen.
Die Pressekonferenz mit Pal Dardai und Ralf Hasenhüttl – hier

Ein Lächeln wollte ihm allerdings nicht über sein Gesicht huschen. Auch dazu habe ich die japanischen Kollegen befragt. Die Antwort: „Nun ja, er lächelt halt generell sehr wenig.“ Jubel auf japanisch.

Bleibt die Frage: Wer waren eure Three Stars?