Update: Crowdlending startet - Baumjohann verlängert

(jl/ub) – „Hm, ich komme grade vom Mittagessen“, fiel Pal Dardai auf, als er sich auf das Podium in Herthas Medienraum schwang, offensichtlich begleitet von einem unguten Gefühl. Ob da irgendwas zwischen den Zähnen hängengeblieben war?

Wie beim Zahnarztbesuch zeigte er seine Beißer in Richtung Pressesprecher. Kurzer Check, alles ok – die Schlussphase dieser drolligen Szene könnt ihr zu Beginn des PK-Videos sehen.

Was vom Trainer in erster Linie spaßig gemeint war, passte dann ganz gut zum Rest der Pressekonferenz. Denn eines, so Dardais Botschaft, werden seine Schützlinge am Sonnabend gegen Ingolstadt auf jeden Fall müssen: Zähne zeigen.

Skjelbreds Einsatz fraglich

Mit dem Wort „Favorit“ tue er sich jedenfalls sehr schwer, sagte Dardai. Defensiv seien die unbequemen Ingolstädter schließlich „genauso gut“ wie Hertha. Das stimmt zumindest fast: Tatsächlich stellt der Aufsteiger die viertbeste Defensive der Liga (29 Gegentore). Die Berliner liegen in diesem Ranking auf Platz drei (26).

Einen Grund, im Vergleich zum überragenden Schalke-Spiel etwas zu ändern, sieht Dardai nicht. Allerdings habe sich Mittelfeldmalocher Per Skjelbred am Donnerstag nicht gut gefühlt und pausiert. Sollte der Norweger tatsächlich ausfallen, stünde der ausgeruhte Fabian Lustenberger zur Verfügung.

Dardai: „Ich bin froh, dass wir solche Luxusprobleme haben.“

Großer Fußball, kleiner Zuschauerzuspruch

Ein nicht ganz so luxuriöses Problem ist der fehlende Zuspruch der Berliner Fußballfans. Obwohl Hertha an die Tür zur Champions League klopft und zuletzt begeisternde Spiele zeigte, läuft der Karten-Vorverkauf schleppend. Im besten Fall werden am Sonnabend wohl 40.000 Zuschauer kommen. Hertha versucht aktuell, die Hauptstädter/innen über möglichst viele Kanäle zu ködern, zum Beispiel so.

Gebracht hat es bislang nicht allzu viel. Manager Michael Preetz macht sich so seine Gedanken:

Ob mit oder ohne (halb-)vollem Stadion: Ein weiterer Sieg, betonte Dardai, wäre vor der kleinen Osterpause „nicht schlecht“.

Weiser und Plattenhardt schielen zum DFB

Um kurz in die Zukunft zu blicken: Für zwei der Berliner Profis könnte das Osterwochenende dann ja noch eine ganz besondere Qualität bekommen. Vor allem Mitchell Weiser, aber auch Marvin Plattenhardt darf sich Hoffnungen machen, erstmals von Joachim Löw für die Länderspiele gegen England (26. März, Berlin) und Italien (29. März, München) nominiert zu werden.

Ein Signal habe Hertha vom DFB noch nicht erhalten, sagte Preetz am Rande der PK. Am morgigen Freitag gibt der Bundestrainer seine Entscheidung bekannt. Sollten Weiser und/oder Plattenhardt den Sprung ins Team schaffen, werden sie wohl ihr breitestes Lächeln aufsetzen. Es wäre ein Zähnezeigen der etwas anderen Art.

Am Freitag wird bei Hertha hinter verschlossenen Schranken trainiert. Ob Per Skjelbred im 18er-Kader auftaucht, erfahrt ihr bei uns.

UPDATE – x – x – x – – x – x – x – – x – x – x – – x – x – x – UPDATE

Hertha betritt #Neuland. Und will neue Zielgruppe erreichen. Wie der Verein in 60 Tagen eine Million Euro einsammeln will, habe ich aufgeschrieben hier – Morgenpost.

Eure Meinung? Wie mutet Euch das Projekt „Crowdlending“ samt der Idee dahinter an?

UPDATE – x – x – x – – x – x – x – – x – x – x – – x – x – x – UPDATE

Nach Fabian Lustenberger hat auch Alexander Baumjohann seinen Vertrag bei Hertha verlängert.