Entwarnung bei den Torhütern: Jarstein und Kraft sind fit

(jl) – Nur noch einmal schlafen, dann steht das nächste Topspiel an. Am Donnerstag gab’s die letzte Chance zum medienwirksamen Säbelrasseln – Hertha hatte zur Spieltags-PK geladen. Was sich auf dem und um das Podium herum tat, hat euch unser neuer Mann aufgeschrieben. Der heißt Dennis Robitzer und wird uns als Morgenpost-Praktikant ein paar Wochen begleiten. Herzlich Willkommen!

(dr) – Der Moment hatte schon etwas. Michael Preetz zuckte verdutzt mit den Schultern, Pal Dardai hingegen schmunzelte. Auf die Frage, welche Erinnerungen Manager und Trainer an den bislang letzten Sieg gegen Gelsenkirchen (2006) haben, wusste nur der Cheftrainer eine Antwort:

„Unser Torwart Christian Fiedler wurde schon ausgedribbelt und ich habe einen Schuss noch mit dem Kopf vor der Torlinie gerettet. Das ganze Stadion hat gejubelt. Das hat sich angefühlt wie ein selbst geschossenes Tor.“

Die Akkus sind wieder voll

Das war es dann aber auch mit der Nostalgie. Danach folgte das knallharte Tagesgeschäft. Freitagabend – Topspiel gegen den in Berlin nicht ganz so beliebten Klub aus Gelsenkirchen. Dritter gegen Vierter, neuer Rasen und somit „kein Alibi“, wie Dardai betonte. „Irgendwann“, sagte der Ungar „geht jede Serie zu Ende.“ Er möchte den direkten Vergleich mit einer international erfahrenen Mannschaft für sich entscheiden.

Wer für die möglichen Punkte 43, 44 und 45 auf dem Feld stehen wird, wollte der Coach nicht preisgeben. Der Kader wird erst Freitag veröffentlicht. Die Rotationsmaschine wird er wohl nicht anwerfen: „Wir haben eine lange Woche zur Vorbereitung gehabt. Bestimmt werden wir einiges anders machen, aber ich werde nicht fünf oder sechs Spieler austauschen.“ Die Akkus sind wieder voll.

Entwarnung gab es bei den Torhütern. Zwar haben Thomas Kraft und Rune Jarstein am Mittwoch noch nicht voll trainiert, aber: Es sieht positiv aus. Ärzte, Physios und Torwarttrainer haben vorläufig grünes Licht gegeben.

Hertha rechnet mit 50.000 Zuschauern

Dass ein Topspiel ansteht, merkte man auch am gut besuchten Medienraum. Die Zuschauerzahlen lassen ebenfalls hoffen. Hertha rechnet mit „mehr als 50.000 Zuschauern“. Wohl etwas optimistisch, aber gut.

Für die Fans ist die Partie gegen Gelsenkirchen ja immer speziell. Man kann es gar als Rivalität sehen. Grund dafür: Ein Pokalspiel von vor 40 Jahren. Einen deutlich aktuelleren Beigeschmack hatte ja das Hinspiel geliefert. Nach hartem Kampf und mehr als 70 Minuten Unterzahl verlor Hertha in letzter Sekunde aufgrund des Treffers von Max Meyer. Preetz hat das Spiel noch gut vor Augen.

„Wir haben dort über 90 Minuten mitgehalten – die meiste Zeit mit zehn Mann. Mit elf Mann wollen wir versuchen, am Freitagabend Punkte zu holen. Es ist eine große Aufgabe, aber sie ist machbar.“

Die Pressekonferenz in voller Länge könnt ihr euch hier anschauen:

Am Freitag rollt ab 20.30 Uhr der Ball im Olympiastadion. Wir berichten natürlich aus dem Stadion, Live-Ticker inklusive.