Nicht schön, aber erfolgreich

(jl) – Etwas sonderbar war die Stimmung unmittelbar nach dem Abpfiff. Kein ekstatisches Um-den-Hals-fallen unter Spielern oder Trainern, kein tosender Jubel in der Ostkurve, keine Stadionbeschallung. Für einen kurzen Moment war es ganz still. Wer wollte, konnte diese Stille mit innerer Zufriedenheit füllen.

Europa drängt ins Blickfeld

„Schöner Fußball“, sagte Vladimir Darida in den Katakomben des Olympiastadions, „war das nicht. Aber es ist wichtig, auch solche Spiele zu gewinnen.“ Wie recht er doch hatte.

Der Blick auf Herthas Konkurrenten im Kampf um die europäischen Startplätze zeigt: Bis auf Leverkusen haben sie alle gewonnen – selbst Mainz in München. Umso wichtiger war Herthas erster Heimsieg im Jahr 2016. So langsam aber sicher, das war spürbar in der Mixedzone, richtet sich auch der Blick der Spieler Richtung Europapokal.

Noch ein paar Stimmen zum 2:0 (0:0) gegen Frankfurt:

Weiser (zu seinem tollen Tor): „Ich glaube, ich habe vier von fünf Toren mit links geschossen, so schlecht kann der Fuß nicht sein. Aber es passiert selten, dass man den Ball so gut erwischt.“ Darida: „Wir waren nicht ruhig am Ball, die Passquote war nicht so hoch.“ Skjelbred: „Der Platz war alles andere als schön, aber in der zweiten Halbzeit haben wir besser die zweiten Bälle erobert. Das war ein Schlüssel.“ Dardai: „Das war ein Arbeitssieg, wir haben viel geschwitzt dafür.“

Neuer Vereinsrekord

Bleibt die Frage zu erklären: Wer sind eure Three Stars?