Über den Reiz von englischem Zweitliga-Fußball

(jl) – Der Hertha-Tross genoss den ersten Liga-Sieg des Jahres am Freitagabend noch im Rheinland. Erst am Sonnabend stand die Rückreise auf dem Programm, gefolgt vom obligatorischen Auslaufen. Die Spieler drehten ihre Runden auf dem Olympiagelände, Pal Dardai nahm sich unterdessen Zeit für die Journalisten.

Über seinen Siegtorschützen Vedad Ibisevic („Man spürt, er ist froh, dass er bei uns ist“) sprach der Trainer, und auch über sein kongeniales Angreifer-Duo:

Dardai: „Das Zusammenspiel von Vedad und Salomon ist überragend. Die beiden wissen, was sie tun.“

Salomon Kalou hatte den Siegtreffer von Ibisevic bekanntlich vorbereitet. Es war sein dritter Assist in dieser Saison.

Gemischte Gefühle

Klar, die Freude über den Sieg überragte im Berliner Lager. Aber: Die zweite Halbzeit rief dann doch gemischte Gefühle hervor. Dass Hertha die Kontrolle aus der Hand gab, gefiel Dardai natürlich nicht. Dass sich seine Mannschaft widerstandsfähig gegen ein Gegentor stemmte, hingegen sehr. In Bremen war das ja bekanntlich nicht gelungen.

Mit der Art, wie er Fußball spielen lassen möchte, hätte das allerdings wenig zu tun gehabt, sagte Dardai. Er fühlte sich an „englischen Zweitliga-Fußball“ erinnert. Zugegeben: ein fußballerisch fragwürdiger Genuss.

Was ist in der Englischen Woche möglich?

Für die Berliner Profis fielen „B-Note“ und Begleiterscheinung nicht weiter ins Gewicht. Das lassen zumindest diese Posts vermuten:

Nun also richtet sich der Blick auf die nächsten Herausforderungen der Englischen Woche. Mittwochabend kommt Eintracht Frankfurt, am Sonntag geht’s zum HSV.

Für die Berliner zwei veritable Chancen, zumal sie seit Freitag ein positives Momentum in ihrem Rücken wähnen. Wie seht ihr das? Was traut ihr Hertha in den kommenden beiden Spielen zu?

Am Sonntag ist bei Hertha trainingsfrei. Dafür ist Pal Dardai zu Gast im Doppelpass.