Über gesunden Schlaf und den Schmerz der Schlussphase

(jl) – Früh zu Bett und früh aufstehen macht gesund, reich und klug. Heißt es zumindest im Volksmund. Ob sich diese These mit den Motiven von Pal Dardai deckt, wage ich nicht zu beurteilen, aber spätestens seit seinem Auftritt im Aktuellen Sportstudio wissen wir: Herthas Chefcoach geht meist zeitig in die Falle.

Am Mittwochabend blieb sich Dardai offenbar treu. Was Herthas kommender Gegner VfL Wolfsburg in der Schlussphase gegen KAA Gent verzapfte (zwei Gegentore), bekam er nach eigener Aussage nicht mehr mit. Was er auf der Pressekonferenz sonst noch erzählt hat, könnt ihr euch hier anschauen:

Auch wenn Wolfsburg gegen Gent noch mal mit einem blauen Auge davonkam: Die Niedersachsen haben nun zumindest eine Idee davon, wie schmerzhaft eine Schlussphase verlaufen kann.

Weiser kann wohl spielen, Kalou eher nicht

Michael Preetz hat diese Erfahrung in diesem Jahr ja schon gemacht. Die derzeit fehlenden Siege empfinde er keineswegs als Negativserie, betonte der Manager. Das einzige was wehtue, sei die Schlussphase gegen Bremen. Ihr erinnert euch. Je nach Betrachtungswinkel kassierten die Berliner an der Weser zwei Tore in zwei Minuten, oder drei in zehn.

Zum Personal: In Bezug auf Mitchell Weiser, sagte Dardai, sei er guter Dinge. Zu Salomon Kalou wollte er indes keine Prognose abgeben. Über Julian Schieber hieß es in einer Berliner Zeitung, er müsse eine Woche pausieren. Heute absolvierte er schon wieder eine Laufeinheit. Dennoch: Ein Einsatz gegen Wolfsburg ist wohl eher unwahrscheinlich.

Wer holt die Big Points?

Hertha gegen Wolfsburg – das wird für beide Teams eine richtungsweisende Partie. Hertha will in der Liga endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Wolfsburg will in die Champions League. Wird wohl heiß hergehen am Sonnabend. An der nötigen Dosis Testosteron scheint es den Berlinern jedenfalls nicht zu mangeln.

Dardai: „Im Training hatten wir vielleicht einen Tick zu viel Aggression.“

Bloß keine Dummheiten machen…

Am Freitag verwandelt Hertha den Schenckendorffplatz wieder in ein Separee. Als kleine Ersatzdroge gibt’s den 18er-Kader.