Verschwörungen und Manipulationen

(mey) – Wenn ich mir durchlesen, was unten in den Kommentaren so abgeht, frage ich mich, ob Hertha gerade vor dem Abstieg steht, oder ob ich eine Negativserie von fünf Niederlagen in Folge übersehen habe. Junge, junge. Das ist mir ein bisschen zu viel.

Fakt ist: Hertha hat seit der Rückrunde eine nach unten zeigende Leistungskurve. Das habe ich euch –> hier aufgeschrieben. Fakt ist aber auch, dass Pal Dardai das seit geraumer Zeit angekündigt hat. „Es wird Rückschläge geben“, sagte der Ungar immer wieder.

Weil viele von euch sich wundern, warum Dardai in Stuttgart nicht Valentin Stocker auf links, sondern Tolga Cigerci aufgestellt hat. Hier seine Antwort:

„Ich wollte auf links eine Art Spielmacher. Tolga kann das. Zehn Minuten hat er gebraucht, dann aber ein ordentliches Spiel gemacht. Fast hätte das auch geklappt, als sein Pass zu Vedad kam, der aber verzog. Das war eine hundertprozentige Torchance. Dazu gab es noch einen anderen Pass auf Genki. Auch das sah gut aus.“

Diesen Gedankengang muss man nicht teilen. Ich würde Stocker auch gern mal wieder sehen. Aber von einer Verschwörungstheorie rund um den Schweizer und/oder Alexander Baumjohann, wie sie hier zum Teil erdacht wird, halte ich nix.

Wenn ihr euch fragt, was eigentlich mit Stocker los ist, dann lege ich euch meinen Text von vor vier Wochen ans Herz –>hier.

Ex-Keeper Aerts unter Manipulationsverdacht

Kommen wir zu einer unschönen Sache: Der niederländische Fußballverband (KNVB) hat heute bekannt gegeben, dass es im Jahr 2009 offenbar zu Spielmanipulationen gekommen ist. Es geht unter anderem um die Partie FC Utrecht gegen Willem II vom 9. August 2009.

Im Zentrum des Skandals steht ein Spieler aus Sierra Leone: Ibrahim Kargbo. In Mails mit dem Spieleverschieber Wilson Raj Perumal soll Kargbo darüber hinaus auch davon gesprochen haben, dass der „Captain“ dem Manipulationsplan zugestimmt habe. Laut KNVB meinte er damit „sehr wahrscheinlich Torhüter Maikel Aerts“. Der war damals Kapitän der Mannschaft.

2010 wechselte Aerts von Wilhelm II zu Hertha und bestritt da bis 2012 24 Spiele. Aerts hat eine Verstrickung in den Skandal gegenüber der Zeitung „de Volkskrant“ allerdings abgestritten.

Die Kollegen des Tagesspiegel haben die Geschichte –>hier aufgeschrieben.

Zeitplan: Nachdem am Montag bei Hertha trainingsfrei war, geht es am Dienstag um 14.30 Uhr auf dem Schenckendorffplatz weiter.

Hertha beim Audi Star-Talk: Am heutigen Montagabend ab 19 Uhr sind übrigens Manager Michael Preetz und Vedad Ibisevic beim Audi Star-Talk zu Gast. Der wird am Dienstag ab 18.30 Uhr bei Sky vor der Champions League ausgestrahlt.

Ps: Hertha hat nun im Übrigen eine Kooperation mit einem Zwei-Sterne-Koch für den VIP-Bereich im Olympiastadion –>Das lest ihr hier.