Kalou fällt in Stuttgart aus - Chance für Schieber

(mey) — Seid gegrüßt, ihr Halbfinalisten-Fans. Na, wie fühlt sich das an? Prächtig, nehme ich an. Erstmals seit 1981 steht Hertha wieder in der Runde der letzten Vier und darf weiter vom Finaleinzug träumen.

Das 3:2 in Heidenheim fand ich lange Zeit ziemlich dominant von den Blau-Weißen. Klar, die beiden Fehler waren ungewöhnlich für dieses Team in der aktuellen Saison. Trainer Pal Dardai sagte:

„Gegen einen ganz großen Gegner kannst du solche Fehler nicht machen.“

Und der Ungar sprach davon, dass seine Elf aus solchen Fehlern lernen müsse. Ist ja aber noch einmal gut gegangen. Nun wartet Borussia Dortmund im Halbfinale. Und das Irre ist: Es wird ein Heimspiel. Wann hat es das denn schon mal gegeben in diesem Wettbewerb?

Nur elf Heimspiele in den letzten 30 Jahren

In den letzten 30 Jahren gab es nunmehr 64 Pokalspiele mit Hertha-Beteiligung. Aber nur elf davon durfte Hertha vor eigenem Publikum austragen. Nun also kommt Nummer zwölf – und trotz der unbestrittenen Klasse des BVB darf sich Hertha meiner Meinung nach echte Chance ausrechnen .

Die Spieler im Übrigen haben den Halbfinaleinzug am Mittwochabend nicht sonderlich gefeiert. Am Sonnabend geht es ja schon wieder weiter in der Liga gegen den wiedererstarkten VfB Stuttgart.

Allerdings Dardai gönnte sich ein kleines Gläschen Rotwein:

Schiebers Rückkehr nach Hause

Bei aller Freude hat Hertha aus Heidenheim aber auch etwas Unschönes mitgebracht: Salomon Kalou zog sich eine Muskelverletzung zu. Allerdings konnte Hertha am Donnerstag Entwarnung geben: Der Ivorer hat sich nicht, wie zunächst noch befürchtet, einen Muskelfaserriss zugezogen.

Dennoch reiste er zurück nach Berlin, während das Team bekanntlich nach Stuttgart weitergefahren ist.

Nachnominiert werden muss dennoch keiner: 19 Mann hat Dardai noch dabei. Kalous Ausfall dürfte die Chance für Julian Schieber sein, erstmals seit Februar 2015 wieder im Aufgebot zu stehen.

Schieber hat seinen Knorpelschaden im Knie auskuriert und sich wieder an die Mannschaft herangearbeitet. In Backnang, unweit von Stuttgart gelegen, ist Schieber aufgewachsen und beim VfB Stuttgart wurde er ausgebildet.

Nun hat er also die Gelegenheit, nach Hause zurückzukehren und vielleicht sogar wieder auf dem Rasen zu stehen. Kalou in der Startelf ersetzen wird er aber nicht.

Ansonsten sind in Heidenheim alle Herthaner heil geblieben. Am Nachmittag trainierte Dardais Team noch einmal leicht, bevor es am Freitag ein Abschlusstraining geben wird.

Genießt das alles mal noch ein bisschen und gehabt euch wohl!