Haraguchi dröhnt der Kopf - Einsatz fraglich

(jl) – Wer in der Donnerstagsausgabe der Morgenpost die Seite Drei gelesen hat, entdeckte neben dem Interview mit Pal Dardai auch ein kleines Zitate-Best-of des Hertha-Trainers. Er habe immer Gulasch gegessen, sagt der Ungar dort. Sei sicher nicht immer gesund gewesen, aber immerhin habe er endlos rennen können. Was soll ich sagen? Scheint aktueller denn je zu sein. Zumindest, wenn man diesem Bild glauben darf:

Dortmund heißt der Gegner also. Das Team, das gerade medienwirksam als „der beste Tabellenzweite aller Zeiten“ verkauft wird. Dardai war die Freude auf das anstehende Topspiel im Olympiastadion auf der Pressekonferenz deutlich anzumerken. Bei euch wird das sicher nicht anders sein.

Ibisevic meldet sich fit

Um zu den harten Fakten zu kommen: Vedad Ibisevic meldete sich am Donnerstag fit, er absolvierte das Trainingsprogramm in vollem Umfang. Dafür steht nun Genki Haraguchi auf der Kippe. Der Japaner hatte im Training eine Kollision mit Mitchell Weiser. Inzwischen wurde eine leichte Schädelprellung diagnostiziert. Ob es für Sonnabend reicht? Entscheidet sich im Abschlusstraining.

Dieses Video von Haraguchi entstand übrigens vor dem kleinen Trainingsunfall.

Sollte Haraguchi tatsächlich ausfallen, muss sich Dardai etwas einfallen lassen. Mitchell Weiser würde wohl eine reihe nach vorn rücken, was wiederum eine Comeback-Chance für Peter Pekarik entstehen ließe. Mit Roy Beerens hat der Trainer noch eine weitere Alternative im Ärmel.

Die heutige Pressekonferenz von Pal Dardai (18 Minuten):

Übrigens: Falls sich jemand gefragt hat, ob das Spiel gegen seinen Ex-Klub nicht der perfekte Moment für eine Rückkehr von Julian Schieber wäre – er ist noch nicht so weit.

Kein Groll gegenüber Ben-Hatira

Das Personal war natürlich nicht das einzige Thema auf der PK. Ein Jahr Pal Dardai, das (fast) ausverkaufte Stadion, die Wirkung der Fans… Mehr dazu lest ihr in der Freitagsausgabe der Morgenpost.

Auch über Änis Ben-Hatira verlor der Trainer noch ein paar Worte, redete sich fast ein bisschen in Rage. Um es mal einzudampfen: Als Mensch mag er Ben-Hatira, sagte Dardai, und in den Zimmern seiner Kinder würden immer noch Poster vom Deutsch-Tunesier hängen. Dass er der „böse Trainer“ sein musste, sei allerdings unumgänglich gewesen.

Dardai: „Ich versuche immer die beste Lösung zu suchen, damit Hertha BSC erfolgreich ist.“

Als Rausschmeißer: Das Twitter-Battle geht weiter:

Freitag wird in Westend hinterm Vorhang trainiert. Dafür gibt Hertha den 18er-Kader preis. Ob sich Genki Haraguchi darin wiederfindet, erfahrt ihr hier.