Hertha kämpft gegen den Bremer-Fluch

(jl) – Die Hansestadt Bremen ist kein gutes Pflaster. Sagen nicht wenige Bewohner der Hansestadt Hamburg, und sagen Fans von Hertha BSC. Schuld daran ist – zumindest im zweiten Fall – die denkwürdige Bilanz der Berliner im Weserstadion. Die Zahl ist bekannt: Seit fast zehn Jahren wartet Hertha auf einen Sieg in Bremen.

Warum sich das am Sonnabend ändern könnte, habe ich in der Morgenpost aufgeschrieben. Den Text findet ihr hier.

Die (fast gegensätzliche) Entwicklung, die beide Teams innerhalb des vergangenen Jahres genommen haben, ist ja durchaus bemerkenswert. In Bremen ist der anfängliche Zauber des „Skripnikers“ fast genauso schnell verflogen, wie er Ende Oktober 2015 entstanden war.

Um es vorsichtig auszudrücken: Der Run auf Dauerkarten ist in Bremen nicht größer geworden. Für einen Fußballstandort, an dem der ortsansässige Bundesligist eigentlich größer ist als die Stadt an sich, kein gutes Zeichen. Hoffnungsschimmer liefern nur die, die schon dabei waren, als es noch lief bei Werder. Die formstarken Althauer Clemens Fritz und Claudio Pizarro.

Stocker bleibt im Bett

Bei Hertha haben sie derzeit andere Sorgen, wenn man denn überhaupt von Sorgen sprechen kann (ist ja eigentlich Quatsch). Die Frage, die sich stellte, war: Kann Valentin Stocker nach seiner Fieberattacke mit nach Bremen reisen, oder nicht. Die Antwort: Stocker bleibt in Berlin. Für den Schweizer rückt Änis Ben-Hatira in den Kader.

Diese 18 Profis sollen den „Bremer-Fluch“ (so etwas wollte ich schon immer mal schreiben) vergessen machen:

Tor: Jarstein, Körber.

Feld: Pekarik, Weiser, Langkamp, Stark, Brooks, Plattenhardt, van den Bergh, Lustenberger, Skjelbred, Hegeler, Haraguchi, Darida, Baumjohann, Kalou, Ben-Hatira, Ibisevic.

Die Immerhertha-Startelf

Pal Dardai hat bereits angekündigt, dass er seiner altbewährten Devise treu bleiben wird. Never change a running system.

———————-Jarstein————————-

Weiser—–Langkamp—–Brooks—-Plattenhardt

————Lustenberger—Skjelbred——–

Haraguchi———–Darida—————-Kalou

———————-Ibisevic————————

Dardai und die Rekordjagd

Dann ist da ja noch das Rennen um die Bestmarke. Denn gegen Bremen gilt für Pal Dardai, was auch schon gegen Augsburg galt. Mit einem Sieg könnte er der Hertha-Trainer mit dem besten Punkteschnitt werden. Besser als Jürgen Röber. Besser als Falko Götz.

Kollege @ub hat allerdings noch mal genau nachgerechnet. Ergebnis: Der Vorsprung gegenüber seinen Vorgängern wird erst bei der dritten Nachkommastelle ersichtlich. Sagen wir also: Bei einem Sieg zieht der Ungar gleich.

Auf nach Bremen! ? #hahohe A photo posted by #Hertha BSC Offiziell (@herthabsc) on

Die Sehnsucht eines jeden Bundesligisten

Als Rausschmeißer: Ein landesweit erscheinendes „Magazin für Fußballkultur“ hat in seiner aktuellen Ausgabe Fan-Transparente abgedruckt, die, nun ja, gewisse Mängel ausweisen. „Hoenß raus“, ist zum Beispiel zu lesen, oder „Götze, ich war bei deim Friseur“. Auch dabei: Ein Hertha-Fan, der die Sehnsucht eins jedes Bundesligisten auf seine Art zu Papier brachte:

„Niehmer 2. Liger. Hertha.“

Was zählt, ist die Botschaft, nicht wahr. Und natürlich eure Meinung zur Aufstellung. Darf ich bitten?

So, am Sonnabend ab halb vier gilt’s. Hertha zu Gast in Bremen. Wir sind für euch vor Ort und versorgen euch mit einem Liveticker.