Digital ist besser?!

(mey) – Er hatte schon ein paar Mal irritiert zu mir rüber geschaut. Wahrscheinlich weil ich dasselbe getan hatte und das irgendwann ein wenig komisch aussah. Denn ich konnte einfach nicht genau sagen, wer der Bursche war. Gesehen hatte ich ihn schon einmal. Aber wie hieß der noch, der da erst am Trainingsplatz bei Hertha stand und später mit Per Skjelbred am Tisch im Medienraum saß?

Man musste mir auf die Sprünge helfen: Per-Mathias Høgmo. Norwegens Nationaltrainer war am Mittwoch gekommen, um seine Nationalspieler Skjelbred und Rune Jarstein zu besuchen. Auch führte er Gespräche mit Trainer Pal Dardai und Manager Michael Preetz über die beiden.

Ich nehmen an, dass Høgmo nur Gutes zu hören bekam. Beide, sein Nationalelfkapitän Skjelbred und sein Ersatztorwart Jarstein, sind bei Hertha ja mittlerweile Stützen im Team.

Hügel der Leiden

Soviel zu dem, was sich abseits des Trainingsplatzes heute tat. Auf dem Schencke bat Fitness-Trainer Henrik Kuchno die Spieler am Mittwochvormittag auf den „Hügel der Leiden“. Kurze Sprints, Antritte, Schnellkraft. So sah das dann aus:

Hintergrund: Dardai hat gegen Augsburg die Spritzigkeit bei seinem Team gefehlt. Und für das, was der Ungar gegen Bremen am Sonnabend geplant hat, brauchen seine Spieler die. Was das ist, was sich Dardai überlegt hat, lest ihr morgen in eurer Morgenpost

Brooks trainiert nur individuell

John Brooks, der am Dienstag noch wegen Rückenproblemen gefehlt hat, war am Mittwoch wieder draußen. Aber er trainierte ebenso wie Ersatzkeeper Sascha Burchert nur individuell. Dardai sagte:

„Hoffenlich kann Jay am Donnerstag wieder voll mittrainieren.“

Sieht aber danach aus.

Thomas Kraft, der am Dienstag noch mit einer Platzwunde und schlechter Laune vom Feld marschiert war, konnte im Übrigen wieder voll mittrainieren. Ich glaube, er trug einen Kalou-Turban. Wie war das noch mit den Urheberrechten?

Was macht eigentlich Paul Keuter?

Im Trainingslager hatten einige von euch mich gebeten, doch mal bei Paul Keuter nachzufragen, was der neue Geschäftsleiter für Digitales eigentlich so macht? Euer Wunsch ist mir Befehl.

Herausgekommen ist ein Stück, das im Detail sicher noch ein paar Fragen offen lässt, aber schon einmal umreißt, was das Stichwort digitale Transformation für einen Profiklub wie Hertha bedeutet:

Frage an euch: Was denkt ihr über das Thema?

Meine Meinung: Hertha schlägt da aus Sicht des Klubs sicher den komplett richtigen Weg ein. Dass die das so offensiv angehen, finde ich bemerkenswert. Dennoch sehen ich auch Konfliktpotenzial mit den Fan-Interessen. Dass man uns Journalisten irgendwann nicht mehr brauchen wird, glaube ich dagegen keineswegs. Unsere Aufgabe wird umso mehr sein: hingucken, einschätzen, überprüfen und Hintergründe liefern.

Und das werden wir tun, Freunde.

Am Donnerstag und Freitag trainieren die Berliner wie gewohnt im Verborgenen. Aber es gibt morgen eine PK. Da schauen wir für euch mal vorbei. Gehabt euch wohl!

Ps: Wenn ihr euch fragt, was eigentlich Lennart Hartmann heute so macht. Der verlässt TeBe und wechselt wohl in die sechste Liga. –>Hier der Bericht der Kollegen vom Tagesspiegel