Logbuch Belek Tag sieben: 1:0 bei Krafts Comeback, Jarstein liegt flach

(mey) – Herthas letzter Test vor dem Rückrundenstart in einer Woche gegen den Schweizer Tabellenzehnten FC Vaduz aus Liechtenstein endete am frühen Sonnabendabend 1:0 (1:0) für die Berliner durch den Treffer von Vedad Ibisevic (36. Minute). Schön rausgespielt war das Tor.

Nicht so schön war, dass die Mannschaft von Trainer Pal Dardai in den 90 Minuten ziemlich viele Chancen vergeigte. Schlimm war das aber auch wiederum nicht. Am Ende des Trainingslagers war auch Müdigkeit zu erkennen.

Dardai sagte:

„Ich kann mich nicht beschweren. Es hat vielleicht ein wenig der letzte Pass gefehlt. Und wir haben uns viele Chancen erspielt, sie aber nicht genutzt. Das müssen wir nächste Woche besser machen.“

Der 39-Jährige hatte seine A-Elf aufgeboten. Mit einer Ausnahme: Rune Jarstein lag krank im Bett. Für ihn musste Thomas Kraft spielen, obwohl er das aufgrund seiner fortwährenden Schulterprobleme eigentlich nicht geplant hatte.

Torwarttrainer als Nummer zwei

Damit gab Kraft 119 Tage nach seiner Verletzung (beim Spiel gegen Wolfsburg im September), die ihn den Stammplatz gekostet hat, sein Comeback. Allerdings musste Kraft nur ein einziges Mal wirklich zur Stelle sein und parieren. Dardai sagte dazu:

„Thomas hat das ordentlich gemacht. Wir wissen, dass er ein guter Torwart ist. Alles schön. Rune ist hoffentlich am Dienstag wieder dabei.“

Kraft ist nämlich keineswegs bei 100 Prozent. Immer noch hat er Schmerzen. Ob er zum Rückrundenstart überhaupt auf der Bank sitzen wird, ist weiterhin fraglich.

Nummer zwei gegen Vaduz übrigens war durch Jarsteins Ausfall, Gersbecks Abgang und Burcherts Verletzung (er soll nächste Woche aber wieder trainieren können) kurioser Weise Torwarttrainer Zsolt Petry. Der 49-Jährige ließ sich vor dem Spiel warmschießen. Wurde aber nicht gebraucht.

Die Aufstellung lautete: Kraft – Weiser, Langkamp, Brooks, Plattenhardt – Skjelbred, Lustenberger – Haraguchi, Darida, Kalou – Ibisevic.

Wechsel: Stocker unf Cigerci für Kalou und Langkamp (59. Minute), Baumjohann für Darida (68.) Stark und Schieber für Lustenberger und Ibisevic (76.).

Der Blick von oben

Dass Dardai diesen letzten Test gegen ein eher schwaches Team dennoch ernst nahm, belegte das hier:

Die Drohne wurde von einem Fotografen des Klubs gelenkt und sollte die Laufwege der Berliner aufzeichnen. Fortschritt durch Technik, würde ich mal sagen.

Morgen reisen die Herthaner ab. Sie fliegen um 11.25 Uhr von Antalya nach Berlin. Eine Trainingseinheit in Belek ist nicht mehr geplant. Dardai sagte zum Abschied:

„Jetzt wartet ein schönes Essen auf die Jungs, dann können sie packen – und morgen ist Familie.“

Auch für mich geht es morgen nach Hause. Bevor es aber soweit ist, melde ich mich noch einmal.

Ein großes Trainingslager-Fazit von mir lest ihr am Sonntag in eurer Morgenpost.

Bis dahin, Güle, güle!