Schiebchen für Schieber, Kauf von Kurt

(mey) – Bis ich ihn gefunden hatte, war eine ganze Weile des Vormittagstrainings vergangen. Irgendwo ganz hinten mischte Julian Schieber mit, als seine Teamkollegen auf sechs Mannschaften verteilt und auf kleine Tore ein „Schiebchen“ abhielten. So haben wir das zumindest früher immer genannt. Keine Ahnung, ob ich mich mit diesem Begriff heute bei den Jungs blamieren würde. Aber egal.

Wichtig war ja, dass Schieber erstmals seit Februar 2015 wieder im Kreise seiner Mannschaft trainieren konnte. Ein Knorpelschaden im Knie hatte ihn außer Gefecht gesetzt. Am Dienstag jedenfalls wollte der 26-Jährige nicht über seine Rückkehr sprechen. Vielleicht war es ihm einfach zu kalt, wir mir.

Sein Trainer Pal Dardai sagte:

„Es ist gut, dass er endlich wieder dabei ist. Richtig glücklich bin ich erst, wenn er wieder sprinten kann, aber darauf müssen wir noch warten.“

Schieber wird noch eine ganze Weile brauchen, bis er Hertha helfen kann. Aber dass es wieder da ist, freut mich persönlich für ihn. Ich denke, das seht ihr ähnlich. Der Angreifer wird aller Voraussicht nach am Sonntag mit ins Trainingslager fahren. Zwei bis drei Spieler von seinem 30er-Kader aber wird Dardai zu Hause lassen.

Kurt kommt bis 2019

Ihr wisst, dass Hertha ein Auge auf Sinan Kurt vom FC Bayern geworfen hat. Der Kicker meldet nun, dass der Transfer des 19 Jahre alten Flügelspielers perfekt sei. Anders als zunächst gedacht, sei es aber keine Ausleihe, sondern ein Kauf. Etwas weniger als eine Million Euro soll die Ablöse betragen. Allerdings sicherten sich die Münchner eine Rückkaufoption, heißt es.

Kurt soll am Mittwoch den Medizincheck bei den Berlinern absolvieren und dann einen Vertrag bis 2019 unterschreiben. Was das für einige andere Spieler im Berliner Kader heißt, erfahrt ihr morgen in eurer Morgenpost.

Neue Heimat für die Profis und Besuch von Storck

Ein alter Bekannter schaute sich das Training am Dienstag hinter der Bande an. Bernd Storck, Herthas Co-Trainer unter Jürgen Röber und aktuell Dardais Nachfolger als Nationaltrainer Ungarns. Dem 52-Jährigen war im November gelungen, was Dardai vorbereitet hatte: Ungarn erstmals zur EM zu führen.

Am Mittwoch ziehen die Hertha-Profis in ihre neue Kabine um. Zwei Stockwerke, DJ-Pult, Unterwassermassagebecken und eigene Küche mit Koch gibt es dort auf 600 Quadratmeter. 800.000 Euro hat der Spaß gekostet. Seit Sommer wurde die Kabine geplant. Und so sieht sie aus:

Am Dienstagnachmittag stand Lauftraining bei den Herthanern auf dem Programm. Am Mittwoch geht es um 10 Uhr und um 14.30 Uhr weiter. Bis dahin, gehabt euch wohl.