Gegen Bayern wird alles anders

(npri) Wer seinen Schlüssel zu Hause vergisst und deshalb nach dem Hertha-Spiel in Stadionnähe nächtigt (indoor, keine Sorge), der hat auch einen kurzen Weg zum morgendlichen Training und kann Pal Dardai dabei zusehen, wie er seine Mannen schon um 9.40 Uhr auf den Platz scheucht.

Habe dann kurz Sebastian Langkamp beneidet, denn der durfte gleich wieder ins Warme. „Der soll sich ausruhen“, sagte Pal Dardai. Vielleicht wollte er ihn auch belohnen, denn Langkamp hatte mit seinem Kopf ja so ziemlich jede sich anbahnende Chance der Hoffenheimer vereitelt. „Nächste Woche hat er genug Zweikämpfe“, sagte Dardai.

Der Schnee zerstört Dardai Pläne

Während die, die gespielt hatten – inklusive Änis Ben-Hatira (der ja auch mit der U23 gespielt hat) – große Runden drehten, übte Rainer Widmayer mit den Ergänzungsspielern Torschüsse. Pal Dardai sah sich das eine Weile schweigend mit hinter dem Rücken verschränkten Armen aus der Entfernung an, bis ein besonders schöner Schuss von Jens Hegeler ihn zu einem freudigen Ausruf motivierte: „Jens, nicht schlecht“, rief er.

Am Sonntag war Hegeler ja eher als fleißiger Arbeiter in der Defensive gefordert. Angesprochen auf die Wechsel und die defensive Ausrichtung hat Dardai gesagt, dass er Alexander Baumjohann gern früher gebracht hätte, damit der etwas Torgefahr verbreitet, sich aber vor allem wegen der Witterungsbedingungen für die defensivere Variante entschieden hat. „Das Wetter hat meinen Plan kaputt gemacht“, sagte er.

Hertha trainiert erst wieder am Mittwoch

Er war zwar mit seinem Dreieck aus Lustenberger, Darida und Skjelbred, was die Arbeit in Richtung des gegnerischen Tors betrifft nicht zufrieden, sagte aber auch, „zentral zu fummeln und kleine Pässe zu spielen war bei den Verhältnissen gefährlich.“

Ist schon legitim, finde ich. Nachher versucht einer zu zaubern, Hoffenheim kontert und dann ist der Ärger groß. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir in den letzten zehn Minuten auch wenigstens ein paar offensive Ansätze gewünscht hätte. Wären die Hoffenheimer nicht solche Pechvögel, hätte das auch so schiefgehen können.

Gegen Bayern hat Dardai aber schon einen ganz anderen Plan im Kopf, hat er versprochen. Mehr darüber könnt ihr morgen in eurer Morgenpost lesen

Für alle, die es nicht abwarten können, sich endlich auch bei Minusgraden an den Rand des Trainingsplatzes zu stellen, sei hier noch darauf hingewiesen, dass Hertha erst wieder am Mittwoch um 14.30 Uhr trainiert. Es lebe der Sport.