Von Rückkehrern und Traumtoren

(jl) – Ihr kennt das Spielchen: Während einige Nationalspieler noch im Länderspieleinsatz sind, kehren die ersten Internationalen peu à peu nach Berlin zurück. So auch am Dienstag vor dem Heimspiel gegen Hoffenheim am Sonntag.

Auch Jarsteins Landsmann Per Skjelbred ist wieder in der Hauptstadt. Er durfte Reisestrapazen und Enttäuschung mit einem freien Tag bekämpfen.Trainer Pal Dardai:

„Per hatte leichte Schmerzen, deshalb war gestern nur Auslaufen und Massage. Heute hat er einen freien Tag, das ist gut für Kopf und Körper – und wichtig, damit er am Wochenende fit.“

Julian Schieber und sein Date mit der „Berliner Mauer“

Bei Nikos Zografakis handelt es sich übrigens um einen Angreifer aus Herthas U17. Ohne bösartig klingen zu wollen: Füllmaterial. (Ihr wisst, wie ich das meine.)

Julian Schieber arbeitete individuell mit Fitness-Coach Hendrik Vieth, spielte u.a. ausdauernd Pässe gegen ein Stück Berliner Mauer graue Wand.

Für seine Kollegen ging es deutlich abwechslungsreicher und intensiver zur Sache. Das Setting: kleines Feld, große Tore, Vier-gegen-Vier; dazu um beide Spielfeldhälften jeweils vier „Wandspieler“, die das angreifende Team mit einbeziehen darf.

Gelb: Langkamp, Cigerci, Ben-Hatira, van den Bergh

Rot: Kohls, Kauter, Körber, Plattenhardt

Blau: Ronny, Baumjohann, Kalou, Zografakis

Grün: Gersbeck, Beerens, Hegeler, Regäsel.

Dazu kamen die Keeper Jarstein und Burchert.

Szenenapplaus für Shawn Kauter

Viele Zweikämpfe waren auf dem engen Raum gefordert, dazu spielerische Lösungen. Absolutes Highlight am tiefgrauen Dienstag: ein spektakuläres Seitfallziehertor von Shawn Kauter. Szenenapplaus vom Trainerteam.

Dardai: „Heute war’s intensiv. Wir können wieder taktisch arbeiten. Und: Wir haben viele Tore geschossen – das passt.“

Über den Ausfall von Mitchell Weiser wollte sich der Trainer – typisch Dardai – nicht beschweren. Wie er den Ausfall des frischgebackenen U21-Nationalspielers zu kompensieren gedenkt, lest ihr am Mittwoch in eurer Morgenpost.

Dardai: „Die Verletzung ist schmerzhaft. Nach meiner Erfahrung dauert das bestimmt zwei Wochen. Das muss man richtig auskurieren.“

Ibisevics EM-Traum platzt in Irland

Ungefähr 9.000 Kilometer weiter südöstlich spielte Genki Haraguchi am Dienstag 90 Minuten gegen Kambodscha. Seine Japaner gewannen 2:0 (0:0).

Die noch ausstehenden Länderspiele in Kurzform:

  • 20.45 Uhr: Österreich vs. Schweiz (Lustenberger, Stocker)
  • 20.45 Uhr: Polen – Tschechien (Darida)

Der EM-Traum von Vedad Ibisevic – ihr habt das mitbekommen – ist unterdessen am Montagabend geplatzt. Beim 0:2 (0:1) in Irland kam der Stürmer erst in den letzten zehn Minuten zum Einsatz, scheiterte einmal am Aluminium.

Am Mittwoch wird bei Hertha um 10 und 15.30 Uhr trainiert. Wir werden Wind und Wetter wieder trotzen.