Nächstes Debüt für Weiser

(jl) – Ganz schön was los im Leben von Mitchell Weiser. Auf die Rutsche an erwartbaren Hertha-Premieren (Pflichtspieleinsatz, Startelf, Torvorlage, Treffer) folgt nun das Debüt in der U-21-Nationalmannschaft – und das gleich von Anfang an.

Überhaupt steht der Freitag ja im Zeichen der Länderspiele. Die in Berlin verbliebenen Profis begnügten sich schließlich mit ein wenig Strampelei auf dem Drahtesel.

Vladimir Darida bestreitet mit Tschechien ab 20.30 Uhr ein Freundschaftsspiel gegen Serbien, und auch für die Schweiz-Fraktion um Fabian Lustenberger und Valentin Stocker geht es ab 20.45 Uhr um die berühmt berüchtigte „Goldene Ananas“. Sie treten in der Slowakei an. Stimmung scheint gut zu sein.

Ibisevic kämpft um das EM-Ticket

Weitaus ernster wird es ab 20.45 Uhr für Vedad Ibisevic. Der Stürmer kämpft mit Bosnien-Herzegowina ja noch um das EM-Ticket. Der Gegner im Play-off heißt Irland. Beide Teams gelten ja nicht gerade als Kinder von Traurigkeit. Hoffen wir mal, dass niemand zu Schaden kommt.

Dafür, dass es hitzig zugehen wird, haben die Bosnier jedenfalls gesorgt. Sie haben das Spiel extra in der völlig unterdimensionierten „Hölle von Zenica“ gelegt. Nur 18.000 Zuschauer passen ins Stadion, die aber sollen für eine atemberaubende Atmosphäre sorgen. Hexenkessel nennt man das dann wohl.

Skjelbreds Norweger scheitern an Kiralys Ungarn

Die EM-Qualifikation, sie wäre Ibisevic ja zu gönnen. Zur Weltmeisterschaft hatte er sein Land schon geschossen, dort sogar das erste bosnische Tor bei einer WM erzielt. Nun winkt ein (vermutlich) letztes internationales Highlight. Ein weiteres Erfolgskapitel würde Ibisevic sicherlich weiter beflügeln.

Weniger beflügelt sind aktuell Per Skjelbred und Rune Jarstein. Ihr habt mitbekommen: Das erste Play-off gegen Ungarn ging für die Norweger 0:1 (0:1) verloren. Schon nach drei Minuten hatte Skjelbred die Chance zum 1:0, scheiterte aber am Mann mit der Jogginghose – Herthas früherem Torwart Gabor Kiraly. Der machte gegen Norwegen übrigens sein 100. Länderspiel.

Nils Körber darf sich feiern lassen

Skjelbred ist vom Hunderter-Klub zwar noch weit entfernt, machte dafür aber ein prima Spiel. Nach 86 Minuten war trotzdem Schluss für ihn. Nun gilt der Fokus dem Rückspiel am Sonntag in Ungarn.

Abschließend: Alles Gute zum 19. Geburtstag, Nils Körber.

Am Wochenende dürfen die Hertha-Profis die Beine hochlegen. Wir halten es natürlich trotzdem mit Oliver Kahn: weiter, weiter, weiter.