Sechs Comebacks und eine schlimme Nachricht

(jl) – Richtig was los auf dem Schenckendorffplatz! Pünktlich zum Start der Vorbereitung auf Gelsenkirchen kehrten am Montag gleich sechs Berliner Profis ins Mannschaftstraining zurück:

Die Innenverteidiger John Brooks und Sebastian Langkamp, die Offensivkräfte Valentin Stocker und Roy Beerens sowie die vielseitigen Mitchell Weiser und Shawn Kauter.

Ob sie am Sonnabend schon Optionen sein können? Das will Trainer Pal Dardai von Fall zu Fall entscheiden.

Dardai: „Am Dienstag ist die Hauptbelastung. Wir müssen schauen, wie sie bei intensiver Belastung reagieren.“

Nachdem die Ausfälle der jüngeren Vergangenheit überraschend gut kompensiert wurden, betrachtet der Ungar die Liste der Rekonvaleszenten noch gelassener als er es in der Vergangenheit ohnehin schon getan hat.

Unklarheit bei Kalou und Skjelbred

Warum Salomon Kalou am Montag noch nicht auf dem Trainingsplatz stand, konnte Dardai auch nicht so recht erklären. Der Ivorer hatte seinen Länderspieleinsatz bereits am Freitag.

Dardai (lächelnd): „Er kommt wie verabredet. Hauptsache, ich habe Donnerstag den ganzen Kader und alle sind gesund.“

Im Fall von Per Skjelbred ist letzteres noch nicht ganz klar. Laut Dardai wird Skjelbred am Dienstag versuchen, für Norwegen zu spielen (Dardai: „Wäre gut für den Rhythmus“). Scheint also – wie vermutet – halb so wild zu sein.

Variabilität und Tempoverschärfungen

Halb so wild auch das Geschehen auf dem Trainingsplatz. Warm-Up, Passübungen, Acht-gegen Acht auf kleinem Feld. Auch Dardai war nicht entgangen, dass „die Köpfe nach zwei Tagen Pause nicht ganz da“ waren. Erst gegen Ende der Einheit kam etwas mehr Zug ins Spiel.

Team Gelb: Gersbeck – Kauter, Hegeler, Brooks, Plattenhardt – Kohls, Cigerci, Baumjohann.

Team Blau: Körber – Regäsel, Langkamp, Beyer, van den Bergh – Beerens, Ronny, Stocker.

Flexibler Spieler: Mitchell Weiser.

Dardais Augenmerk lag auf dem Absinken eines „Mittelfeldspielers“ im Spielaufbau und der daraus resultierenden Rotation des Offensiv-Trios. Variabilität war gefragt. Auch die Tempoverschärfung nach Seitenverlagerungen mahnte der Chefcoach an. Wie zuvor erwähnt: Klappte am Montag alles eher mittelmäßig gut.

Nico Schulz erleidet Kreuzbandriss

Eine Hiobsbotschaft schwappte am Abend noch aus Mönchengladbach herüber. Nico Schulz hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Für den 22-Jährigen, der Herthas komplette Jugendabteilung durchlief, ein schwerer Rückschlag. Er darf sich auf rund sechs Monate Pause einstellen.

Dardai: „Das ist wirklich schade. Das ist die schlimmste Verletzung. Aber er ist noch jung, er muss jetzt fleißig sein. Trotzdem: eine schlimme Nachricht.“

Am Dienstag stehen die nächsten Trainingseinheiten an. Dardai bittet um 10 und 15.30 Uhr zur Leibesertüchtigung. Wir sind dabei. Zumindest passiv.