Hertha feiert den ersten Heimsieg der Saison

(ub) – Sieben Punkte aus den ersten vier Spielen, Platz fünf in der Tabelle, zumindest nach gespielten sieben Ansetzung dieser Bundesliga-Runde: Hertha ist so erfolgreich unterwegs wie lange nicht mehr: 2:1 (2:1) gegen den VfB Stuttgart vor 45.994 Zuschauern im Olympiastadion.

Tore: 1:0 Haraguchi (14./Vorarbeit Weiser), 1:1 Sunjic (36./Didavi), 2:1 Lustenberger (45.+3/Langkamp).

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel war Trainer Pal Dardai sehr zufrieden.

Dardai: Das war der wichtigste Sieg seitdem ich hier bin. Weil wir jetzt in Ruhe weiterarbeiten können. Vielen Dank an den Manager und alle, die daran mitgearbeitet haben. Ich habe gute Spieler bekommen.
#HerthaBSC vs #VfB Stuttgart 2:1 die Daten zum Spiel (bei Opta) #Bundesliga #hahohe #Olympiastadion A photo posted by ubremer1 (@ubremer1) on

Hier sind die Zahlen zum vierten Saisonspiel von Hertha.

Die Spieler waren müde, aber …

Müde aber glücklich ? #BSCVfB #Heimsiiieeeg #hahohe A photo posted by Marvin Plattenhardt (@platte21_official) on

Hier kommt die Einzelkritik

Unser Praktikant Lukas Fechner, Ihr erinnert Euch, der 19-Jährige, der beim Nordberliner SC regelmäßig die Klinge mit Hertha kreuzt, war ebenfalls im Olympiastadion. Hier ist seine Meinung in Form der Einzelkritik.

Von Lukas Fechner

Kraft: Der Torhüter der Berliner agierte souverän und entschlossen. Er gab wie üblich seine Kommandos und hielt, was zu halten war. Beim 1:1 wurde er von seiner Hintermannschaft im Stich gelassen. Note 2

Weiser: Wie erwartet stand der Neuzugang in der Startelf für den verletzten Pekarik. Der eigentlich für die offensive Außenbahn verpflichtete 21-Jährige, wurde heute auf der rechten Außenverteidigerposition aufgeboten. Hertha spielte eine starke Anfangsphase, so auch Weiser. Er zeigte seine offensiven Fähigkeiten beim 1:0, zu dem er die Vorlage lieferte. Trotzdem merkte man dem Youngster eine gewisse Nervosität an und er agierte teilweise fahrig. Nichtsdestotrotz muss man ihm seinen Einsatzwillen zu Gute halten. Er deutete sein Potenzial an und wird mit zunehmender Erfahrung ein wichtiger Spieler für Hertha-Trainer Dardai werden. Note 3

Lustenberger: Der Kapitän bildete mit Sebastian Langkamp zusammen die Innenverteidigung. Lustenberger überließ seinem Kollegen zumeist den Spielaufbau und stand zu Beginn sicher. Er schaffte es nicht während der Drangphase von Stuttgart das Spiel zu beruhigen und gab sich hinterher die Schuld für das 1:1. Außerdem häufig 2. Sieger im Duell mit Ginczek. Dann trat er jedoch mit dem wunderschönen 2:1 in Aktion, wie ein Kapitän das machen sollte. In der 2. Halbzeit zunehmend sicherer. Ein guter Auftritt von ‚Lusti‘. Matchwinner. Note 2

Langkamp: Der erfahrene Abwehrrecke war für den ansehnlichen Spielaufbau der Anfangsphase zuständig. Außerdem wichtig mit seiner Kopfballstärke, um den bulligen Ginczek in den Griff zu bekommen. Mit einigen Unkonzentriertheit in der ersten Halbzeit. Ansonsten ein solider Auftritt, wie immer. Note 3

Plattenhardt: Der Linksverteidiger hat sich zur absoluten Stammkraft unter Dardai entwickelt. Er zeigte auch heute wieder, weshalb ihm der Trainer vertraut. Seriöse Zweikampfführung, kompromissloser Einsatz und agil. Seine Flanken waren eine Bereicherung des Herthaspiels. Die meisten Angriffe der Stuttgarter kamen über Herthas rechte Abwehrseite, Plattenhardt hatte Harnik gut im Griff. Dieser wurde folgerichtig in der 55. Minute ausgewechselt. Weiter so! Note 2

Darida: Der Neu-Herthaner bewies, warum er extrem wichtig für die Mannschaft sein kann. Extrem umtriebig und agil bearbeitete er das Mittelfeld, wobei er eigentlich überall auf dem Platz zu finden war. Seine Ballsicherheit hebt das Hertha-Spiel auf eine neue Ebene. Man muss ihm allerdings vorhalten, dass in der Stuttgarter Drangphase viele Angriffe durch Herthas Mitte von Didavi initiiert wurden. Trotzdem ein guter Auftritt des Tschechen. Note 2

Skjelbred: Der Norweger kämpfte und rackerte vorbildlich. er hatte trotzdem nicht den Zugriff auf das Spiel wie sonst üblich. Einige Fehler im Spielaufbau und manchmal etwas zu passiv. Note 3

Beerens: Roy Beerens begann heute auf der rechten Seite. Fand allerdings nie zu seinem Spiel und verletzte sich zu allem Überfluss noch kurz vor der Halbzeit. Dardai wollte ihn zur Halbzeit sowieso auswechseln. Hat noch ordentlich Steigerungsbedarf. Note 4

Haraguchi: Der Japaner war heute der beste Herthaner. Er zeigte immer wieder gute Bewegungen im 1 gegen 1. Machte im Stile eines Tipstürmers das 1:0 und war über die gesamten 90 Minuten von den Stuttgarter kaum in den Griff zu bekommen. Note 1

Stocker: Der Schweizer war sehr bemüht das Herthaspiel anzukurbeln. Häufig glücklos und insbesondere an der Bindung zu Klau muss noch gearbeitet werden. Ein durchschnittlicher Auftritt. Note 3

Kalou: Der Starstürmer der Berliner hing in der Luft. Als er etwas Unterstützung von Ibisevic bekam wurde er etwas auffälliger. Ist in dieser Form jedoch nicht der Topstürmer, den die Berliner so dringend benötigen. Hat noch ordentlich Luft nach oben. Note 4

Ibisevic: Der Neueinkauf kam für Beeren ins Spiel und zeigte direkt, warum ihn Manager Preetz verpflichtete. War gegen seinen Ex-Verein extrem motiviert und hielt Bälle im Sturm. Ist in dieser Form ein mehr als ernstzunehmender Konkurrent für Kalou und könnte sich in dieser Saison noch als Glücksgriff herausstellen. Note 2

Stark: Auch Stark spielte einen guten Part, als er ins Spiel kam. Man hat ihm sein Potenzial angesehen. Sorgte in der Schlussphase für Ballsicherheit und Ruhe im Spiel der Hertha. Auch hier scheint Manager Preetz ein gutes Händchen bewiesen zu haben. Keine Bewertung

Baumjohann: Kam für die letzten paar Minuten und durfte etwas Spielpraxis sammeln. Keine Bewertung

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Auslaufen ist am morgigen Sonntag, 10 Uhr, Schenckendorff-Platz.

P.S. Bei der Clickshow gibt es bis zu drei Wahlmöglichkeiten.