Skjelbred meldet sich fit - Dardai greift in die Trickkiste

(jl) – Nun habt ihr es schwarz auf weiß: Es geht alles immer schneller. Das statistische Bundesamt hat Zahlen veröffentlicht, wonach die Deutschen inzwischen nur noch zwölf Minuten pro Tag für Textilpflege aufwenden. Und: nur noch zehn Minuten für das Tischdecken. 2001 entfielen auf diese Tätigkeiten angeblich noch 15 bzw. 14 Minuten.

Auch bei Hertha BSC soll es künftig schneller zugehen – zumindest gegen die wieselflinken Dortmunder. Kollege @ub hat aufgeschrieben, warum Genki Haraguchi am Sonntag den Vorzug vor Salomon Kalou erhalten wird.

Ronny mittendrin, Baumjohann obenauf

Bevor er das Tempo so richtig anzieht, griff Trainer Pal Dardai am Donnerstag jedoch in die Trickkiste und setzte auf Spaß statt Spritzigkeit. Wie schon vor dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen Bielefeld veranstalteten die Hertha-Profis ein sportartübergreifendes Turnier. Die Disziplinen: Fußballtennis (Zwei-gegen-zwei), Beachvolleyball und Basketball (je Vier-gegen-vier).

Dardai freute sich diebisch darüber, seinen Spielern dabei zusehen zu können, wie sie sich über ihr Unvermögen in anderen Disziplinen grämten.

Besonders vogelwild ging es auf dem Basketballcourt zu. Ehrlich gesagt: Ich habe die Verletzungen schon kommen sehen. Blieben dann Gott sei Dank aus. Stattdessen glänzte Mitchell Weiser fast wie „Magic“ Johnson zu besten Zeiten. Auch nicht schlecht: John Brooks.

Dardai begründete die Einheit mit der „langen Woche“. Statt eines freien Tages setzte er lieber auf eine lockere Trainingsform.

Dardai: „Das ist auch gut für den Kopf.“

Der Vollständigkeit halber: Zum „König der Athleten“ wurde Alex Baumjohann gekrönt, der sich die meisten Punkte erspielte.

Die harten Fakten will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Ronny weilt immer noch in Berlin und mischte voll mit. Per Skjelbred ist beschwerdefrei und war ebenfalls mittendrin. Tolga Cigerci durfte nach seinem 60-minütigen Einsatz für die U23 die Beine hochlegen.

Die Schönheit der Chance

Dortmund hat zwar einen mehr als eindrucksvollem Ligastart hingelegt, aber ihr wisst: Gegen Schwarz-Gelb haben sich die Berliner in den vergangenen Jahren überraschend gut geschlagen. Die Statistik weist drei Siege in den letzten sechs Begegnungen aus – zwei davon auswärts.

Egal ob vor dem 2:1 am 5. Spieltag 2011/12, dem 2:1 am 17. Spieltag 13/14 oder dem 1:0 am 15. Spieltag der vergangenen Saison: Außenseiter waren die Berliner gegen die Borussia immer. Dass Hertha Überraschungen gelangen, konnte diese Ausgangslage aber nicht verhindern. Die Faszination am Fußball, sie liegt ja immer auch in der Schönheit der Chance. Um es mit Dardai zu sagen:

„Für jedes Spiel gilt: 50:50.“

Ben-Hatira und Schieber schuften

Als Rausschmeißer einen Seitenblick auf zwei Kandidaten, die Herthas Defizite in der Offensive potenziell lindern könnten. Bis zu einem Comeback von Änis Ben-Hatira und Julian Schieber wird allerdings noch reichlich Wasser die Spree runterfließen.

Grüße aus der Reha! #JulianSchieberBesterMann #akaScooter #hahohe #abh10 A video posted by ✨?Anis Ben-Hatira Official?✨ (@a.b.h.10) on

Am Freitag fährt Hertha beim Training die Schotten hoch. Dafür steht die Pressekonferenz auf dem Programm. Mit Pal Dardai, Michael Preetz, und natürlich auch mit uns.