Ein Duell mit vielen Parallelen und ein Spitzenplatz für Stocker

(jl) – Mittwoch, noch zwei Tage bis zu Herthas erstem Heimspiel der Saison. Heißt auch: Zeit für die blau-weiße „Elefantenrunde“, a.k.a. Pressekonferenz mit Pal Dardai und Michael Preetz.

Trainer und Manager sprachen auf dem Podium unter anderem über die Chance, erstmals mit zwei Siegen in eine Spielzeit zu starten, die mögliche Tabellenführung (ab Minute 10:30) und natürlich auch über die Personalie Nico Schulz (ab Min 7:40 und 11:30). Hier die PK in voller Länge:

Mittelstädt erhält Profi-Vertrag

Schon am Vormittag hatte Hertha verkündet, dass Talent Maxi Mittelstädt mit einem Profi-Vertrag ausgestattet wurde.

Ob sich der 18-Jährige nach dem Weggang von Nico Schulz nun erhöhte Einsatzchancen ausmalen dürfte, wurde Dardai gefragt. Zumindest nicht von Beginn an, antwortete der Ungar, das sei für einen so jungen Spieler „nicht fair“.

Viele Gemeinsamkeiten

Hertha muss am Freitagabend (20.30 Uhr) auf den gesperrten Roy Beerens verzichten, Gegner Werder Bremen dafür definitiv auf Mittelfeld-Allrounder Fin Bartels. Längst nicht der einzige Punkt, in dem sich Hertha und Werder momentan ähneln.

Beide Teams wurden von Trainern aus dem Abstiegssumpf gezogen, die als Ex-Profis ein hohes Identifikationspotenzial mitbrachten und bis dahin als Jugendcoaches in ihren Klubs tätig waren. Beide setzten dabei vor allem auf die vielzitierten „Basistugenden“ (Kampf, Leidenschaft) und stehen in diesem Sommer vor der Herausforderungen, ihren Mannschaften mehr spielerischen Glanz einzuhauchen. Auch Werder-Coach Viktor Skripnik, 45, sind die Parallelen nicht entgangen:

Der Ungar Pal Dardai, 39, und der Ukrainer Viktor Skripnik, 45, ähneln sich nicht nur wegen ihrer markanten Dialekte und Wortschöpfungen, sondern auch wegen ihres Faibles für Nachwuchsspieler. Allerdings verbindet sie auch der Mangel an finanziellen Mitteln. Wie die Lage bei Hertha aussieht, ist hinlänglich bekannt. Werder wird in diesem Jahr zum x-ten Mal in Folge rote Zahlen präsentieren.

Das Momentum spricht für Hertha

Auch sportlich verfügen beide Teams über diverse Baustellen. Das mit dem spielerischen Glanz gestaltet sich an beiden Fußball-Standorten noch schwierig. In Bremen suchen sie inmitten vieler durchschnittlicher Varianten nach einem Zehner für die Raute, bei Hertha warten Fans und Verantwortliche auf die Genesung von Kreativspielern wie Alexander Baumjohann und Tolga Cigerci.

Dennoch: Das Momentum liegt derzeit mehr auf Seiten der Berliner. Weil Werder nach einer makellosen Vorbereitung zum Ligastart 0:3 gegen Gelsenkirchen verlor, herrscht an der Weser Ernüchterung.

Hertha indes kam besser aus dem Block als erwartet. Während die Tabellenspitze zumindest für eine Nacht in Blau-Weiß erstrahlen könnte, droht den Grün-Weißen die Rote Laterne. Skripnik weiß: „Hertha hat durch den Start viel Selbstvertrauen.“ Wie viel das Wert ist, zeigt sich Freitagabend.

Stocker ist Herthas Topseller

Als Rausschmeißer noch ein kleines Fundstück. Die Kollegen von Sky haben mal festgehalten, welche Profis in ihren Klubs die höchsten Absatzwerte bei den Trikots vorweisen. Hier das Ergebnis:

Am Donnerstag wird in Berlin wieder hinter verschlossenen Schlagbäumen trainiert. Wir halten euch natürlich trotzdem auf dem Laufenden – unter anderem mit dem 18er-Kader.