Lustenberger kehrt früher aus dem Urlaub zurück. Aber bleibt er auch Kapitän?

(mey) – Der Kapitän war früher an Bord, als geplant. Am Dienstag stieg Fabian Lustenberger ins Training bei Hertha ein, obwohl der Schweizer aufgrund seiner Länderspielreise erst Freitag erwartet wurde.

Pal Dardai war angetan vom Trainingseifer Lustenbergers und sagte:

„Lusti ist wieder da. Das ist wunderbar. Es war eigentlich geplant, dass er bis zum 3. Juli Urlaub hat. Aber er hat mich angerufen und gesagt, dass er früher zurückkommen möchte. Das ist schön.“

Starkes Zeichen von Lustenberger, wie ich finde. Nicht so angetan war Dardai aber von der Frage, ob Lustenberger denn in der neue Saison auch Kapitän bleibe. Der Ungar wurde sogar ziemlich ungemütlich. Er sagte:

„Darüber reden wir, wenn alle da sind. Die Frage stellt man jetzt nicht. Das ist nicht fair.“

Und als der Kollege fragte, warum ihn das so erzürne, schnauzte Dardai:

„Du musst eine vernünftige Frage stellen! Ich will hier keine Unruhe. Du willst morgen wieder etwas Negatives schreiben. Sei intelligent und stelle eine vernünftige Frage!“

Puh. Ob man so reagieren muss, weiß ich nicht. Meiner Meinung nach ist die Frage, ob das Kapitänsamt vielleicht noch einmal zur Debatte steht, auch jetzt schon völlig legitim. Aber bitteschön. Dardai sah das anders.

Wie seht ihr das? Sollte Lustenberger auch in der kommenden Saison Kapitän bleiben? Oder würdet ihr das noch einmal verhandeln, wenn ihr Dardai wärt?

Hegeler mit guter Frühform

Am Nachmittag nahm Dardai sein Team noch einmal richtig hart ran. Eine Stunde und 45 Minuten ließ der 39-Jährige trainieren – und joggte bei den abschließenden Läufen sogar selbst mit (ebenso wie Co-Trainer Rainer Widmayer).

Zuvor hatte Dardai sein Team in drei Gruppen aufgeteilt: Während eine Dehn- und Stabilisationsübungen absolvierte, spielten die beiden anderen auf kleinem Feld gegeneinander.

Auffallend dabei war, wie gut Jens Hegeler drauf ist: Der Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Saison nie richtig angekommen war, traf gleich vier Mal ins Tor und war der auffälligste Spieler auf dem Rasen.

Am Vormittag standen nur sechs Profis und acht Nachwuchsspieler auf dem Feld. Die anderen Profis waren zur obligatorischen Herzuntersuchung. Am Mittwoch und Donnerstag ist der Rest dran.

Dardai nutzte die Gelegenheit, noch einmal zu erklären, warum er so viele junge Spieler dabei hat:

„Ich bin damals selbst mit 16 zu den Profis gekommen, und mir hat das gut getan. Die jungen Spieler sollen reinschnuppern. Und sie sollen keine Hemmungen haben.“

Ein paar von den Youngstern kennt Dardai übrigens sehr gut. Sie stammen aus der U15-Mannschaft, die er bis Februar noch trainiert hatte.

Am Mittwoch trainiert Hertha um 10 Uhr auf dem Schenckendorffplatz. Um 18.30 Uhr steht dann der erste Test gegen den 1. FC Lübars im Stadion an der Finsterwalder Straße an.

Ps: Keine Info noch für euch: Der ehemalige Hertha-Trainer Falko Götz übernimmt den Regionalligisten 1. FC Saarbrücken als neuer Cheftrainer und Sportlicher Leiter in Personalunion.