Goodbye statt Stand-by: Marcel Ndjeng kehrt Hertha den Rücken

(jl) – So richtig hatte ja ohnehin niemand daran geglaubt. Sicher, mit 33 Jahren zählt er nicht mehr zur Garde der jungen Hüpfer. Etwas mehr als ein Dasein als „Stand-by-Profi“, dessen Hauptbetätigungsfeld fortan in Herthas Regionalligateam liegen sollte, darf es für Marcel Ndjeng dann aber schon noch sein. Wie der Verein am Sonnabend bekannt gab, hat der Routinier Herthas Angebot daher abgelehnt.Das Statement von Michael Preetz:

„Wir wünschen Marcel Ndjeng für seine nächste Station nur das Beste und bedanken uns bei ihm für die geleistete Arbeit, für eine sehr gute Zeit in unserem Verein.“

Wohin es ihn verschlägt, ist derzeit noch offen. Verschiedene Medien bringen ihn mit seinem Ex-Klub SC Paderborn in Verbindung. Dort hat ja gerade erst der langjährige Jos-Luhukay-Sidekick Markus Gellhaus angeheuert.

Menschlich ein Verlust

Sportlich ist die Trennung von Ndjeng – gerade nach der Verpflichtung von Mitchell Weiser – nur logisch. Wie ich euren Kommentaren entnommen habe, seht ihr es aber ähnlich wie ich: Menschlich ist Ndjeng, der sich in seinen drei Jahren in Berlin das Etikett „Musterprofi“ verdient hat, ein Verlust. Der Profifußball ist aber nun mal nicht der Ort für Sentimentalitäten.

Auf Bilder wie dieses werden wir fortan also verzichten müssen.

Gersbeck „nullt“

Während das Kapitel Ndjeng also der Vergangenheit angehört, feiert am Sonnabend ein Mann für Herthas Zukunft seinen 20. Jahrestag: Marius Gersbeck. Die Spielzeit 2014/15 lief für den Nachwuchs-Keeper ja ziemlich, nun ja, bescheiden. Knie-Operation, Dreifach-Bruch im Fuß, 230 Tage Pause. Bleibt ihm zu wünschen, dass es im neuen Lebensjahr besser läuft.

Sommerfahrplan steht

Der Vollständigkeit halber gilt es an dieser Stelle noch Herthas Sommerfahrplan nachzureichen. So sieht er aus:

  • 28.06., 14.30 Uhr: Trainingsauftakt (Schenckendorff-Platz), inkl. Bratwurst-, Getränke- und Fanartikelverkauf
  • 01.07., 18.30 Uhr, Testspiel beim 1. FC Lübars (Finsterwalder Straße)
  • 03.07., 17.30 Uhr, Spiel gegen eine Auswahl der Deutschen Bahn (Ort noch offen)
  • 03.-08.07.: Trainingslager in Bad Saarow.
  • 08.07., 18 Uhr: Testspiel gegen den FSV Union Fürstenwalde (Fürstenwalde)
  • 11.07., 18 Uhr: Testspiel in Neustrelitz
  • 15.07., 19 Uhr: Testspiel gegen Rayo Vallecano (Neuruppin)
  • 19.-27.07.: Trainingslager in Schladming/Österreich.
  • 22.07.: Testspiel gegen den FC Fulham (Schladming)
  • 25.07.: Testspiel gegen Rizespor (Bischofshofen)
  • 01.08., 17.30 Uhr: Testspiel gegen den FC Genua (Poststadion)

Bühne frei für Nico Schulz

Am Sonnabend (20.45 Uhr) tritt erst mal Nico Schulz in Aktion. Mit der U21-Nationalmannschaft trifft er auf Dänemark um die Bundesligaprofis Pierre Emile Hojberg (FC Bayern) und Jannik Verstergaard (Werder Bremen). Nach dem mageren 1:1 zum Auftakt gegen Serbien steht das DFB-Team unter erhöhtem Druck. Und weil sich Freiburgs Christian Günter im ersten Turnierspiel eine Gelb-Rote Karte abholte, ist nun Nico Schulz gefordert.

Kollege @mey hat die Situation des 22-Jährigen in der Sonnabendausgabe der Morgenpost beschrieben. „Über Prag nach Rio“ – so der Titel der Geschichte. Hier könnt ihr sie lesen.