Kraft kann

(mey) – Journalistenfeiertag. Egal. Mal wieder raus zu Hertha. Mal gucken, wie die Stimmung so ist – kurz vor der Partie gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag (17.30 Uhr). Mal wieder mit @catro am Trainingsplatz stehen und über die Mannschaft parlieren. Mal wieder etwas reinfühlen in den ganzen Betrieb.

Ich war ein paar Tage lang nicht am Schenckendorffplatz. Als ich am Donnerstagvormittag ankam, war Pal Dardai mies gelaunt. Der Ungar schnauzte ein bisschen rum, weil ihm die Trainingsleistung seiner Mannschaft nicht passte. „Ja leck‘ mich doch am…“ Zeh, oder so ähnlich, brüllte Dardai, als sich zwei Mann zu einfach ausspielen ließen.

Später sagte der Cheftrainer:

„Die Tagesform war nicht, wie ich mir das vorstelle.“

Dardai sagte aber auch, dass das in den vergangenen Tagen besser war und er deshalb guter Dinge für die Partie gegen Gladbach sei. Bisschen wachrütteln wird das sein, nehme ich mal an. Sinne schärfen und so.

Neben der Unzufriedenheit des 39-Jährigen am Donnerstag ist die Stimmung unter den Spielern aber sehr gelöst. Bei der Übung „Schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff“ wurde jedes Tor laut beklatscht. Das nur als Beispiel.

Kraft fühlt sich bereit

Beim Training dabei war auch der zuletzt verletzte Thomas Kraft. Am Donnerstag machte der Stammtorwart jeder Übung mit und stellte sich auch beim Torschusstraining zwischen die Pfosten. Seine Rippenverletzung ist so langsam überwunden.

Nach dem Training fragte ich Kraft nach seinem Befinden. Er antwortete:

„Ich habe kaum noch Schmerzen und bin auf einem guten Weg. Ich denke, dass ich am Sonntag spielen kann.“

Und weil Dardai ja neulich gesagt hat, Kraft spielt, wenn er gesund ist, wird er gegen Mönchengladbach wohl auch auflaufen.

Soviel für Donnerstag. Euch allen einen schönen 1. Mai. Lasst es krachen – aber die Steine liegen, ihr Revoluzzer