Die Antwort auf die Langkamp-Frage

(mey) – Pal Dardai lehnte sich ein bisschen an die Bande – rüber zu uns Journalisten, die am Tag nach der 1:2-Niederlage gegen Wolfsburg beim Auslaufen von Herthas Trainer wissen wollten, wie er die ganze Angelegenheit so gesehen hat: „Das Wochenende war ok. Aber zufrieden bin ich nicht, weil wir wieder keine Punkte geholt haben“, sagte der Ungar.

Die Niederlage beim Tabellenzweiten war letztlich eingeplant. Die Berliner aber haben sich besser verkauft als noch zuletzt gegen Freiburg. Das fand ich. Das fand auch Dardai. Was dem 38-Jährigen gefiel, was er von seiner Mannschaft nun im nächsten Spiel gegen Augsburg fordert, und wie er die weiter offensichtlichen Offensivprobleme beheben will, lest ihr alles morgen in eurer Morgenpost. Ich glaube, es lohnt sich.

Die tollen Kollegen von Spielverlagerung.de übrigens haben sich die Partie gegen Wolfsburg unter taktischen Aspekten angesehen. Im Fazit schreiben sie:

„Mit nur drei Abschlüssen – nur einer davon nach dem Seitenwechsel – ließ sich für die Hertha bei weitgehend starken Wolfsburgern nichts holen. Ihre solide und einige Male geschickte Defensivarbeit erlaubte es ihnen, ergebnistechnisch zumindest mitzuhalten, aber mehr war in dieser Spielweise nicht möglich. Auch nach vorne zeigten sie sich harmlos und wenig besonders, wenngleich die Bewegungsmuster als Positivpunkt gelten könnten.“

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Kraft und Plattenhardt fehlen

Beim Auslaufen am Montagmorgen fehlte Thomas Kraft. Der Schlussmann, der – wie ich fand – in Wolfsburg ein, zwei Mal ziemlich gut pariert hatte, laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Dardai aber sagt: „Für Sonnabend gegen Augsburg wird es schon reichen.“

Neben Kraft fehlte auch Marvin Plattenhardt. Der Linksverteidiger musste ja wegen einer Grippe wieder aus Wolfsburg abreisen. Dardai erwartet auch ihn unter der Woche zurück und wird, wenn alles glatt läuft, wieder auf ihn hinten links setzen, sagte er am Montag.

„Heitinga ist ein Riesentyp“

Was uns hier im Blog ja zuletzt ziemlich beschäftigt hat, war die Frage: Warum ließ Dardai mit Sebastian Langkamp den besten Kopfballspieler des Teams gegen die kopfballstärkste Mannschaft der Liga zu Hause? Der Cheftrainer beantwortete sie am Montag so:

„In Mainz haben beide Innenverteidiger, Jens Hegeler und John Brooks, keine Fehler gemacht. Nach dem Freiburgspiel wollte ich sie nicht sofort wieder rausnehmen, weil ich keine Unsicherheit will. Zuletzt habe ich John Heitinga nicht in den Kader genommen. Diesmal hat es Sebastian getroffen. John ist ein Riesentyp, der viel Erfahrung und eine gute Körpersprache hat. Sebastian hat gut trainiert, aber ich musste mich entscheiden. Sportlich ist bei ihm alles in Ordnung.“

Jeder darf jetzt selbst entscheiden, was er mit der Aussage anfängt.

Morgen haben die Berliner einen Tag frei. Dardai widmet sich dem Scouting des Gegners. Am Mittwoch trainiert seine Mannschaft um 10 Uhr und um 15 Uhr auf dem Schencke.

Ps: Mich interessiert eure Meinung: Was macht der Auftritt gegen Wolfsburg mit euch: Stimmt er euch zuversichtlich? Lässt er euch kalt, weil wieder nichts geholt wurde? Oder geht ihr gar noch skeptischer in die nächsten Wochen?