Die Bahn steigt bei Hertha aus, Beerens und Skjelbred steigen ein

(mey) – Nun ist es offiziell: Ab Sommer wird die Deutsche Bahn nicht mehr Hauptsponsor bei Hertha BSC sein. Nach neun Jahren wird der Konzern, der in der aktuellen Saison vier Millionen Euro an Hertha überweist, den Vertrag mit den Berlinern nicht mehr verlängern. Die Gründe dafür, Reaktionen und einen Ausblick gibt euch @ub –>hier.

Die Bahn steigt also bei Hertha aus, sportlich stiegen heute, Mittwoch, allerdings auch zwei Vermisste ein: Roy Beerens und Per Skjelbred trainierten nach ihren Verletzungen erstmals wieder mit der Mannschaft. Zwar hielten sich beide Mittelfeldspieler noch aus allen Zweikämpfen raus und gingen nach gut einer Stunde vor dem Abschlussspiel in die Kabine, doch bei beiden geht es nun wieder aufwärts. Co-Trainer Markus Gellhaus sagte dazu:

„Wir haben in den letzten Tagen schon individuell mit Roy und Per trainiert. Es ist schön, dass die beiden sich jetzt wieder langsam rankämpfen. Unser Ziel ist es, dass sie im Trainingslager wieder voll mit dem Team mittrainieren können.“

Luhukay liegt weiter flach

Warum wurde Gellhaus gefragt? Sein Chef, Jos Luhukay, ist immer noch krank, sodass der Co-Trainer vorerst weiter den Hut auf hat. Gellhaus telefonierte am Dienstagabend nach der 1:3-Pleite gegen den Drittligisten Hallescher FC mit Luhukay und sagte uns heute: „Jos geht es sehr schlecht. Er liegt mit Fieber im Bett. Das ist natürlich alles andere als optimal.“

Wann der Niederländer wieder zurückkehren kann zu seiner Mannschaft, ist noch offen.

Ben-Hatira läuft, Mukhtar ist noch da

Neben Skjelbred und Beerens mischte auch Thomas Kraft wieder mit. Der Torwart fehlte zuletzt ebenfalls wegen einer Grippe. Am Mittwoch schmiss er sich im Trainingsspiel schon wieder in jeden Ball. Gellhaus sagte: „Gott sei dank, ist Thomas wieder fit. Er fühlt sich wohl und kann wieder alles machen.“

Die Berliner Krankenakte wird auch deshalb langsam kürzer, weil am Mittwoch auch erstmals Änis Ben-Hatira wieder auf dem Schenckendorffplatz zu sehen war. Der Deutsch-Tunesier, der den am Sonnabend beginnenden Afrika-Cup wegen einer Zehenverletzung verpasst, lief eine halbe Stunde. Gellhaus sagte über ihn:

„Änis ist noch weiter zurück als Roy und Per. Es ist noch nicht ganz klar, ob er mit ins Trainingslager fahren kann. Aber es besteht eine Chance und wir gehen eigentlich auch davon aus.“

Einer, für den Ben-Hatira immer so etwas wie ein große Bruder im Team war, ließ sich am Mittwoch auch noch einmal auf dem Schencke sehen: Hany Mukhtar absolvierte ein paar Passübungen mit den Kollegen, ging dann aber vorzeitig in die Kabine. Nach unseren Informationen ist der Deal mit Benfica Lissabon ausgehandelt. Für 500.000 Euro geht der 19-Jährige zum portugiesischen Meister. Bestätigen wollte Gellhaus das aber noch nicht.

Nach unseren Informationen wird Mukhtar morgen, Donnerstag, nach Lissabon reisen, um den neuen Vertrag zu unterschreiben.

Wohin mit Lustenberger?

Gellhaus sprach dafür aber nach dem peinlichen 1:3 am Dienstag gegen Halle Klartext: „Fakt ist, dass wir noch eine Menge Arbeit vor uns haben“, sagte der 44-Jährige. Zwar sei die Niederlage „kein Drama“, und man solle solche Tests nicht überbewerten. „Aber schön ist so etwas trotzdem nicht.“

Gegen Halle spielte Kapitän Fabian Lustenberger vor der Abwehr, nachdem ihn Luhukay in den vergangenen zwei Jahren zumeist als Innenverteidiger einsetzte. Am Mittwoch dagegen trainierte der Schweizer wieder in der Abwehr neben Sebastian Langkamp. Was mit Lustenberger für die Rückrunde geplant ist, darüber wird sich bisher noch ausgeschwiegen.

Morgen trainieren die Herthaner noch einmal um 10 Uhr auf dem Schenckendorffplatz.

PS: Heute hatte Hertha im Übrigen Besuch: Die Kita-Gruppe des Sohnes von Manager Michael Preetz schaute am Thementag „Was Papa macht“ vorbei –>schaut ihr hier.