Das Warten auf die Verletzten geht weiter – längere Pause für Skjelbred

(jl) –Bleibt alles anders„, titelte Kollege @meyn in der Dienstagsausgabe der Morgenpost. Eine Überschrift, die zum Trainingsstart am Montag genauso passte wie zur Nachmittagseinheit am Mittwoch.

Das, was sich änderte, war das Wetter. Der ansonsten stramme Wind am Schenckendorffplatz gönnte sich eine Pause. Die Milde ließ die anwesenden Journalisten schon fast vom Frühlingsanfang träumen.

Das, was gleich blieb, war die Intensität auf dem Rasen – im Trainingsspiel (Foto: jl) wurde erneut kräftig zugelangt. Marcel Ndjeng stieg etwas zu rabiat gegen Nico Schulz ein, John Heitinga traf den heranstürmenden Valentin Stocker mit dem Ellenbogen am Kopf, Peter Niemeyer senste Hajime Hosogai um. Der wiederum hatte eine Weile zuvor für den größten Schreckmoment des Tages gesorgt, als er Jens Hegeler auf den rechten Knöchel gestiefelt war. Der Physiotherapeut konnte jedoch schon wieder umdrehen, ehe er bei Hegeler angekommen war.

Gesunde Härte

Über die, nun ja, „gesunde Härte“ habe ich mich nach dem Training mit Sebastian Langkamp unterhalten. Der Hoffnungsträger in der Defensive konnte dem derzeitigen Einsatz nichts Negatives abgewinnen. Im Gegenteil:

Langkamp: „Man muss zwar mal ein Foul einstecken, aber bislang ist das alles im Rahmen. Wir brauchen diese Intensität im Training, nur so können wir sie auch im Wettkampf bringen.“

Die Teams sahen übrigens so aus:

Gelb: Jarstein – Pekarik, Lustenberger, Langkamp, Plattenhardt – Hegeler, Niemeyer – Stocker, Schulz, Haraguchi – Schieber.

Blau: Kraft – Ndjeng, Heitinga, Brooks, van den Bergh – Hosogai, Janker – Mukhtar, Ronny, Mittelstädt – Wagner.

Gespielt wurde auf verkürztem Feld und mit maximal drei Ballkontakten je Spieler. Auffällig war das enorm variable Mittelfeld von Team Gelb. Stocker, Haraguchi und Schulz (der über weite Strecken in die ungewohnte zentral-offensive Rolle schlüpfte) tauschten häufig die Positionen und sorgten somit für reichlich Verwirrung.

Viel Kommunikation, keine Tore

Ein Tor erzielte keines der beiden Teams. Dafür wurde reichlich diskutiert. Trainer Jos Luhukay dürfte es gefreut haben. Schon seit Beginn seiner Amtszeit fordert der Niederländer von seinen Schützlingen, dass sie viel kommunizieren sollen.

Mir persönlich ist heute John Brooks aufgefallen. Einerseits, weil er permanent um die Abstimmung mit Nebenmann John Heitinga bemüht war; zum anderen, weil er als ständiger Motivator fungierte.

Insgesamt hatte Team Blau die größeren Spielanteile. Richtig gefährlich wurde es allerdings selten. Ein Phänomen, mit dem die Herthaner in der Hinrunde häufiger zu kämpfen hatten. Dennoch: Luhukay hatte angekündigt, als Trainingsschwerpunkt zunächst an der Defensive arbeiten zu wollen. Dass keine Tore fielen, lässt sich daher als positives Zeichen werten.

Warten auf Skjelbred und Beerens

Weniger positiv sind indes die Nachrichten aus dem Verletztenlager. Per Skjelbred, von dem es hieß, er könne vermutlich am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, muss sich scheinbar weiterhin gedulden.

Luhukay: „Wir werden am Freitag entscheiden, ob Per ins Lauftraining einsteigen kann.“

Selbiges gelte für Roy Beerens.

Mit Mittelstädt nach Belek?

Dafür war Youngster Maximilian Mittelstädt wieder mit von der Partie. Ob der 17-Jährige mit ins Trainingslager nach Belek fährt, hat Luhukay allerdings noch nicht entschieden. Sollten die Flügelspieler Beerens und Änis Ben-Hatira längerfristig ausfallen, wird Mittelstädt wohl mitfliegen.

Morgen trainieren die Hertha-Profis um 10 und 14 Uhr. Wir sind vor Ort und halten euch auf dem Laufenden.