"Das war das beste Spiel von John in 2014"

(ub) – 1:0 gewonnen, fünften Saisonsieg eingefahren. Abstand zur Abstiegsregion auf nun 3 Punkte vergrößert. Dennoch war am Tag danach bei Hertha niemand der Meinung, dass nun alles schick sei.

Hertha-Trainer Jos Luhukay sagte:

Seit Oktober investiert die Mannschaft mehr in den Spielen. Sie ist gieriger. Aber wenn die Resultate nicht da sind, wird das nicht so wahrgenommen. Das Spiel gegen Dortmund hat wieder mal gezeigt: In der Bundesliga kann – wenn ich die Bayern weglasse – jeder jeder schlagen. Der Sieg war ein wichtiger Schritt für uns. Aber da müssen jetzt weitere folgen.

Schieber: Wir sind in einer sehr gefährlichen Situation

Torschütze Julian Schieber berichtete, dass ihm Jürgen Klopp nach dem Spiel gratuliert habe. Zur derzeitigen Lage sagte Schieber:

„Wir sind auch mit 17 Punkten noch in einer sehr gefährlichen Situation. Wir brauchen bis zum Winter noch mehr Punkte.“

Torwart Thomas Kraft:

Wir waren gut eingestellt vom Trainer. Gegen Dortmund war Kompaktheit wichtiger als Ballbesitz. Klar ist es schöner, wenn man 90 den Ball hat und Hurra-Fußball spielt. Für mich das wichtigste ist, dass wir die drei Punkte behalten haben. Und in der schwierigen Situation, in der wir waren, gibt uns das 1:0 natürlich einen Schub. Trotzdem brauchen wir bis Weihnachten noch mehr Punkte.

Am meisten angeschlagen nach dem Spiel war Per Skjelbred.

Luhukay: „Er hat einen Tick zu lange gespielt. Er wollte einfach nicht vom Platz.“

Es ist noch offen, ob es beim Kapitän der norwegischen Nationalmannschaft reicht für die Partie am Mittwoch bei Eintracht Frankfurt.

Es gab viel Lob vom Trainer. Für den Willen der Mannschaft.

Luhukay: „Ich bin seit zweieinhalb Jahren hier und habe noch nie an ihrem Charakter gezweifelt.“


Für den Torschützen:

Luhukay: „Julian ist ein sehr mannschaftsdienlicher Spieler. Er hatte mit Subotic und Hummels eine Topverteidigung vor sich, die hatte aber ständig Probleme mit Julian. Julian arbeitet sehr gut gegen den Ball. Und wie er das Tor macht, diese Technik habe ihm viele nicht zugetraut. Das bringt mich innerlich zum Strahlen. Das Schöne ist: In diesem Jungen steckt noch viel Potenzial.

Zu John Brooks:

Luhukay: Sie merken, ich lobe lieber, als, dass ich meine Spieler kritisieren muss. Wir wissen, dass John vergangenen Saison immer mal wieder in einem Wellental war. Gegen Dortmund, das war für mich das beste Spiel von John in 2014. So wünsche ich mir ihn immer. Er war permanent da, wo es gefährlich wurde. Ob der Ball hoch kam oder flach, John war immer da. Ich freue mich riesig für ihn.Ihr wisst, er und ich haben schon einiges miteinander ausgefochten. Aber es war immer korrekt und ehrlich. Ich freue mich sehr für ihn.

P.S. Und Salomon Kalou so?

Salomon Kalou, der am Vormittag im Kreise der Reservisten ausgedehnt trainiert hatte, teilte via Instagram mit, dass er heute Besuch hatte von seiner Nichte Kimi.

Wünsche allen eine schönen dritten Adventssonntag.