Ramos lobt Herthas Trainer Luhukay, Lustenberger ist fit für Dortmund

(mey) – Es ist nicht ganz einfach, in diesen Tagen mit Adrian Ramos zu sprechen. Der Kolumbianer, der im Sommer für 9,7 Millionen Euro von Hertha zu Borussia Dortmund gewechselt ist, hat sich unter der Woche ziemlich rar gemacht. Dass Ramos bisher noch nicht richtig angekommen ist in Dortmund, habe ich euch in der Donnerstagausgabe der Morgenpost bereits erzählt (hier geht’s zum Text).

Am Donnerstag auf der PK des BVB vor der Partie gegen Hertha am Sonnabend (15.30 Uhr/Liveticker wie immer hier) gab es noch einmal ein paar knackige Worte vom Borussen-Trainer Jürgen Klopp über seinen Stürmer. Klopp sagte:

„Adrian Ramos ist fußballerisch ein Riese. Auch sein Tempo und seine Abschlussqualitäten sind sehr gut. Adrian ist ein sympathischer Zeitgenosse. Für die Stimmung war er in Berlin in der Kabine mit Sicherheit nicht zuständig. In dieser Hinsicht werden ihn die Berliner nicht vermissen. Aber wir arbeiten daran. Für Adrian machte der Wechsel von der Hertha zu uns Sinn, für uns mit Sicherheit.“

Kurz-Interview mit einem Rückkehrer

Für euch aber hat Ramos es möglich machen können. Hier kommt ein kleines Interview mit dem Ex-Herthaner vor seiner ersten Rückkehr ins Olympiastadion:

Wie wird es sein, wieder nach Berlin zurückzukehren?
Ich freue mich sehr darauf, die alten Kollegen dort wieder zu treffen. Ich hatte eine tolle Zeit bei Hertha BSC und verdanke dem Verein eine Menge. In Berlin habe ich mich sehr wohl gefühlt, von der Stadt bekomme ich am Samstag leider nicht so viel zu sehen. Haben Sie eigentlich weiterhin Kontakt zu ihrem Freund Ronny?
Ja klar. Wir telefonieren regelmäßig, schreiben uns Mails oder SMS. Ich freue mich aufs Wiedersehen. Und auf ein Gespräch nach dem Spiel, egal wie es ausgeht. Was für ein Spiel erwarten Sie in Berlin?
Eins, in dem beide Mannschaften alles raushauen werden, was sie haben. Genau wie wir steht Hertha mit 14 Punkten unten in der Tabelle, beide Teams – wir auf jeden Fall – haben sich sicherlich mehr zu diesem Zeitpunkt ausgerechnet. Jeder Punkt wird für beide ab sofort dringend gebraucht, insofern entscheidet der Kampft und der unbedingte Wille dieses Spiel. Für uns gilt es, den Schwung nach dem Heimsieg gegen Hoffenheim und dem Gewinn der Champions League-Gruppe mit nach Berlin bringen. Sie treffen im Berliner Olympiastadion auch Ihren ehemaligen Trainer Jos Luhukay wieder. Was haben Sie von ihm gelernt, und welches sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu BVB-Trainer Jürgen Klopp?
Jos Luhukay hat mir in meinen vier Hertha-Jahren viel gegeben, dafür bin ich ihm sehr dankbar. Er ist ein großer Trainer mit vielen Qualitäten. Wie auch Jürgen Klopp. Beide sind sehr akribisch in ihrer Arbeit, planen alles bis ins letzte Detail durch und können eine Mannschaft bis in die Fingerspitzen motivieren. Das macht Jürgen Klopp natürlich auf seine typsiche Art und Weise, mit ganz viel Emotionen und Leidenschaft.

Anmerkung: Habe gerade einen Anruf bekommen, dass es exakt dasselbe Interview mit Adrian Ramos auf der Hertha-Homepage gibt. Damit es zu keinen Verwirrungen kommt: Wir haben Adrian die Fragen geschickt. Die BVB-Pressestelle hat sie mit ihm durchgearbeitet und uns seine Antworten zurückgeschickt. Offenbar haben wir ähnliche Fragen gestellt wie die Hertha-Medienabteilung, sodass die Pressemitarbeiten der Dortmunder einfach zweimal dasselbe Interview zurückgeschickt haben. Sieht jetzt natürlich doof aus, ist aber Zufall.

Kapitän wieder an Bord

Ob Ramos gegen Hertha spielen wird, ist noch nicht sicher. Sicher ist aber, welche Spieler Herthas Trainer Jos Luhukay in den Kader berufen hat. Und das ist das 18er-Aufgebot:

Kader: Kraft, Jarstein; Beerens, Hosogai, Ronny, Skjelbred, Hegeler, Niemeyer, Heitinga, Kalou, Brooks, Ndjeng, Schieber, Schulz, Ben-Hatira, Pekarik, van den Bergh, Lustenberger

Nicht im Kader: Wagner, Plattenhardt, Mukhtar, Janker, Langkamp, Haraguchi, Stocker.

Verletzt: Baumjohann, Cigerci, Gersbeck, Burchert.

Luhukay hat sich also entschieden, seinen Kapitän schon früher als erwartet wieder in die Mannschaft zu nehmen: Fabian Lustenberger, der sich gegen Hannover vor ein paar Wochen erneut eine Muskelverletzung zugezogen hatte, steht im Kader. Nicht dabei sind Valentin Stocker, der seit drei Tagen zwar wieder im Mannschaftstraining ist, aber erst für die Partie in Frankfurt am Mittwoch eine Option sein soll, und erstmals auch Genki Haraguchi.

Ebenso nicht dabei ist wie zuletzt in Mönchengladbach Sandro Wagner.

Was bedeutet das aber für die Aufstellung? Lustenberger hat, ihr habt es gelesen, am Mittwoch im Mittelfeld traininiert. Ist das auch vorstellbar für das Spiel? Denkbar wäre es, weil Luhukay die fehlende Ruhe und Genauigkeit im Spielaufbau bemängelt hat. Lustenberger könnte das vor der Abwehr ändern. Ich probiere es mal mit dieser Aufstellung:

—————————-Kraft————————–

Pekarik———Hegeler——-Brooks———-Schulz

————-Lustenberger—–Hosogai—————–

Beerens—————-Skjelbred———–Ben-Hatira

————————–Schieber————————

Dass Kalou erneut nur auf der Bank sitzen und dafür Schieber spielen wird, habe ich euch ebenfalls bereits in der Dienstagsausgabe aufgeschrieben (hier geht’s zum Text).

Wie würdet ihr aufstellen? Und was erwartet ihr von dem Spiel: Sieg, Remis oder eine Niederlage wie beim letzten Mal, als Hertha am 34. Spieltag 0:4 gegen den BVB verlor?

Wie Hertha gegen Dortmund bestehen will und was Luhukay von seinen Spielern erwartet, lest ihr –>hier.