Stocker fällt für den Rest des Jahres aus

(ub) – Wer die Gelegenheit nutzen will, Hertha am Mittwoch beim letzten öffentlichen Training vor der Partie bei Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr) zu begutachten, dem empfehle ich, sich warm anziehen. Ganz warm. Der eisige Ostwind auf dem Schenckendorff-Platz erinnerte mich an Lucien Favre. Der ist als Schweizer nun auch einiges an Kälte gewohnt. Sagte aber zum Binnenklima im Olympiapark: „Das fühlt sich an, als habe jemand in Sibirien vergessen, die Tür zu zu machen.“
Beim heutigen Training wurde gelaufen (Fotos: ub).

Torwarttrainer Richard Golz hatte heute drei Schlussmänner am Start: Thomas Kraft, Rune Jarstein und Nils Körber.

Golz testet Nils Körber

Anders als sonst trainiert das „Special Team“ (Maikel Aerts über Herthas Torwart-Gruppe) heute nicht in der letzten Ecke des Trainingsplatzes, sondern ganz vorn, vor aller Augen.

Für die Spieler standen neben der obligatorischen Läufe „90 m in 15 Sekunden“ Passübungen auf dem Programm. Samt kleinen Dribblings um Mini-Pelonen, vermutlich um ein Gefühl für die Ballführung beim derzeit rutschigen Geläuf zu bekommen.
In der ersten Spielform (ohne Tore) waren Kombinationen gefragt. Die Anforderungen von Trainer Jos Luhukay lauteten:

„Maximal drei Ballkontakte, es darf nicht zurückgespielt auf den Passgeber. Das heißt, alle müssen sich ständig bewegen, um anspielbereit zu sein.“

Kalou im Team mit Janker und Beyer

Im Anschluss wurde Fünf-gegen-Fünf plus Torwart gespielt.
Team 1: Janker, Nico Beyer (A-Jugendlicher), van den Bergh, Niemeyer, Kalou.
Team 2: Heitinga, Plattenhardt, Mukhtar, Ronny, Wagner.
Team 3: Ndjeng, Brooks, Schulz, Skjelbred, Schieber.
Team 4: Hegeler, Hosogai, Haraguchi, Beerens, Ben-Hatira

Bei der Einteilung der Mannschaften ist mein Eindruck: Kalou soll spüren, dass der Trainer im Moment nicht zufrieden ist mit dem, was er zeigt. Kalou erlebte seinen ersten eisigen Trainingstag in Berlin und sagte:

„Man, das ist echt KALT hier.“

Schieber prallt mit Kraft zusammen

Es wurde mit reichlich Einsatz gespielt. Skjelbred wurde von Ben-Hatira schmerzhaft umgegrätscht, Schieber prallte mit Kraft zusammen, Ronny bekam den Ball (zufällig) ins Gesicht, Hegeler humpelte irgendwann.

Die gute Nachricht zum Ende: Heute Nachmittag fehlten sie auf dem Platz, morgen sollen sie aber im Mannschaftstraining dabei sein: Peter Pekarik, Sebastian Langkamp und Fabian Lustenberger.
Die schlechte Nachricht: Valentin Stocker fällt für mindestens zwei Wochen aus. Damit ist – bei vier noch ausstehenden Begegnungen – dieses Jahr für den Schweizer Nationalspieler gelaufen. Noch unklar ist, ob Stocker sich in der Partie gegen den FC Bayern (0:1) eine Adduktoren-Verletzung oder einen Muskelfaserriss zugezogen hat.

Hertha sucht einen Zehner

Damit stellt sich sofort die Frage, die ansatzweise nach dem Bayern-Spiel hier schon Thema war: Wer sollte in Gladbach bei Hertha auf der Nr. 10 spielen? Eure Vorschläge für den Trainer, bitte.

P.S. Hertha-Training am Mittwoch, 13.30 Uhr Schenckendorff-Platz.