Tag der Rückkehrer

(jl) – Im gestrigen Beitrag verwies Kollege Bremer auf das Kalou, Herthas Mann für alle TV-Fälle legendäre Nebelspiel gegen den FC Barcelona vor 15 Jahren. Ganz so undurchschaubar wie damals war die Wetterlage am Dienstagnachmittag zwar nicht. Von guten Aussichten konnte allerdings auch keine Rede sein.

Ehe es zu Anfällen leichter Schnappatmung kommt: Ich spreche natürlich nur von der diesigen Luft (Foto: jl). Aus sportlicher Sicht gab es durchaus Positives zu vermelden.

Köln-Trio zurück im Training

Änis Ben-Hatira und Valentin Stocker, die Köln mit leichten Knöchel-Blessuren verlassen hatten, kehrten erwartungsgemäß ins Mannschaftstraining zurück. Auch Neu-Kapitän Per Skjelbred, der am vergangenen Wochenende von Magen-Darm-Problemen geplagt wurde, stand wieder auf dem Schenckendorffplatz. Mit Marvin Plattenhardt (Oberschenkelzerrung) meldete sich ein weiterer Hertha-Profi zurück.

Schritt für Schritt zum Comeback

Daneben absolvierten auch Peter Pekarik (Muskelfaserriss) und Fabian Lustenberger (Sehnenanriss) ein Laufprogramm. Während sich Lustenberger mit seinem Comeback noch etwas gedulden muss, könnte Pekarik unter Umständen schon am kommenden Sonnabend gegen den FC Bayern zurückkehren. Allzu große Hoffnungen macht sich Trainer Jos Luhukay allerdings nicht:

„Bei Peter müssen wir von Tag zu Tag schauen – es wird knapp.“

Kalous Kampf gegen die Kälte

Alles andere als knapp war hingegen der Dress von Salomon Kalou. Der Ivorer hatte sich mit so ziemlich allem gegen die Kälte gewappnet, was den Hertha-Spielern so zur Verfügung steht. Handschuhe, Mütze und Schal – Letzteres bis weit ins Gesicht gezogen.

Weil gegen tiefe Temperaturen aber nichts so gut hilft wie ein hohes Bewegungspensum, gab Kalou im Fünf-gegen-Fünf mächtig Gas. Der Angreifer ging fast mit jedem Ballbesitz ins Dribbling und suchte permanent den Torabschluss. Der Erfolgsquote war dabei jedoch ausbaufähig.

Hegeler vs. Heitinga

Eine kurze Schrecksekunde erlebte Jens Hegeler. In einem Pass-Spielchen machte er im Zehn-gegen-zehn schmerzhafte Bekanntschaft mit John Heitinga. Ein Duell, das nicht ganz unbrisant erscheint – schließlich hatte Hegeler den Niederländer am vergangenen Spieltag aus der Innenverteidigung verdrängt.

Von böser Absicht konnte bei dem Zusammenprall jedoch keine Rede sein. Sahen wohl auch die beiden so. Kurzes Shakehands, weiter ging’s.

Hegeler äußerte sich nach der Übungseinheit zu seiner neuen Rolle im Abwehrzentrum.

„Die Abläufe sind bei mir natürlich nicht ganz so präsent wie im Mittelfeld.“ „Ich muss das Risiko stärker dosieren. In der Abwehr kann jeder Ballverlust entscheidend sein.“

Morgen trainieren die Herthaner wieder um 14 Uhr. Wir sind für euch vor Ort.