Entwarnung bei Brooks – Schockmoment bei Kalou

(jl) – Jos Luhukay war am Mittwochnachmittag eine gewisse Erleichterung anzumerken. Dafür gab es gleich mehrere Gründe. Um es auf den Punkt zu bringen: Nach der Verletzung von Peter Pekarik blieb den Herthanern eine weitere Hiobsbotschaft erspart.

Die größten Sorgen rankten sich um John Brooks, der am Dienstagabend eigentlich für die Startelf der USA eingeplant wurde. Weil der 21-Jährige aber über leichte Sprunggelenksschmerzen klagte, blieb er die kompletten 90 Minuten draußen. Reine Vorsichtsmaßnahme, hieß es.

Entwarnung bei John Brooks

Am frühen Mittwochnachmittag stand Brooks jedenfalls quietschfidel auf dem Schenckendorffplatz. Die Trainingseinheit absolvierte er in vollem Umfang, angesprochen auf seinen Fuß reckte er den Daumen in die Höhe.

Auch Marcel Ndjeng – als Pekarik-Ersatz nun besonders gefragt – trainierte erstmals wieder mit der Mannschaft. Obwohl es am Mittwoch ordentlich zur Sache ging, überstand der Routinier den Härtetest unbeschadet.

Luhukay lobt die Trainingsintensität

Tatsächlich flogen im Trainingsspiel kräftig die Fetzen. So sahen die Teams aus:

Team A: Kraft – Ndjeng, Heitinga, Beyer, Schulz – Hosogai, Dem – Beerens, Schieber, Ben-Hatira.

Team B: Jarstein – Janker, Hegeler, Brooks, van den Bergh – Pelivan, Ronny, Skjelbred, Haraguchi – Wagner.

Dazu kam Peter Niemeyer als freier Spieler.

Nico Schulz und Niemeyer konnten sich jeweils mit einem Treffer in Szene setzen. Häufiger klingelte es nicht, jedenfalls nicht in den Toren. Dafür kam es zu einem recht rüden Einsteigen von Per Skjelbred gegen Schulz. Der grenzwertige Einsatz rief wiederum Änis Ben-Hatira auf den Plan, der von John Heitinga energisch beruhigt werden musste. Luhukay deutete die Intensität positiv:

„Heute war viel Dynamik und viel Tempo drin. Das ist gut – man soll sich nicht scheuen. Wenn man sich im Training scheut, scheut man sich vielleicht auch im Spiel.“

Restliche Nationalspieler kehren zurück

Wir ihr meinen Ausführungen schon entnommen habt, ist also auch Skjelbred wieder in Berlin angelangt. Selbiges gilt für Valentin Stocker. Der Schweizer stand beim 2:2 in Polen am Dienstagabend in der Startelf und wurde nach gut einer Stunde ausgewechselt. Am Mittwoch stand lediglich ein leichtes Auslaufen auf dem Programm.

Auch die Jungspunde Hany Mukhtar und Anthony Syhre waren am Dienstag in Polen im Einsatz. Mit der U-20-Nationalmannschaft fuhren sie einen 2:0-Erfolg ein. Mukhtar lief dabei als Kapitän auf, holte einen Elfmeter heraus und wurde nach 72 Minuten ausgewechselt. Syhre lieferte solide 90 Minuten ab.

Schockmoment bei Kalou

Die Elfenbeinküste spielte am Mittwochnachmittag gegen Kamerun. Die Partie endete 0:0 und nein, Salomon Kalou hat sich nicht verletzt. Einen kleinen Schockmoment gab es allerdings, zumindest wenn man diesem Liveticker glaubt. Demnach ließ sich der 29-Jährige vorübergehend behandeln. Kurze Zeit später sorgte er auf der linken Außenbahn jedoch schon wieder für Alarm. Scheint also harmlos gewesen zu sein.

Durch das Unentschieden hat sich die Elfenbeinküste als Zweiter der Gruppe D für den Afrika-Cup qualifiziert. Heißt auch: In der Vorbereitung im neuen Jahr müssen die Herthaner auf den Stürmer verzichten.

Wer wird der neue Kapitän?

In Köln werden die Berliner ohne Mannschaftskapitän Fabian Lustenberger und seinen Stellvertreter Pekarik spielen. Wer stattdessen die Binde tragen wird, hat Luhukay noch nicht entschieden. Einen kleinen Favoritenkreis hat er allerdings benannt. Meine Frage an euch: Wen würdet ihr zum Mannschaftsführer machen? Und warum?

Morgen trainieren die Herthaner unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dafür steht die Pressekonferenz an. Wir halten euch auf dem Laufenden.