Hertha springt über die 100-Millionen-Grenze

(ub) – Durch den Einstieg von Finanzinvestor KKR steigt Hertha in neue finanzielle Dimensionen auf. Ingo Schiller, der Finanzchef des Fußball-Bundesligisten, teilte bei mit, dass Hertha die Saison 2013/14 mit einem Umsatz von 104,3 Millionen Euro beendet hat.

Die größte Veränderung ergibt sich dadurch, dass auf der Positiv-Seite 30 Millionen Euro geflossen sind aus dem Deal mit KKR, der im Januar dieses Jahres vorgestellt worden war. Aus dem Bereich TV/Radio flossen 21 Millionen in die Hertha-Kasse. An Transfer-Erlösen weist Hertha bis Mitte des Jahres 9,3 Millionen Euro aus (der Lasogga-Deal ging erst im Juli über die Bühne, ist bei dieser Bilanz also noch nicht enthalten).

Dem gegenüber stehen Ausgaben für die abgelaufene Saison von 90,9 Millionen Euro. Der größte Posten hierbei waren die Personalkosten von 39,9 Millionen Euro.

Unter dem Strich vermeldet Hertha eine Rarität: Einen Gewinn nach Steuern von 13,4 Millionen Euro.

Schiller: Die größte Veränderung hat sich beim Eigenkapital ergeben. Bisher hatten wir prakisch kein Eigenkapital. Jetzt liegt es bei 22,94 Millionen Euro. Die völlig andere Eigenkapital-Ausstattung ist Ausdruck des Einstieges von KKR. Wir haben auch für sieben Jahre eine stabilere Planungssicherheit.“

Verbindlichkeiten belaufen sich auf 24,4 Millionen

Die Verbindlichkeiten sind gesunken von 36,8 Millionen Euro (30. Juni 2013) auf 24,4 Millionen zum Stichtag 30. Juni 2014. Hertha hat mittlerweile weitere Verbindlichkeiten abgelöst.

Schiller: „Sämtliche zinstragenden Verbindlichkeiten sollen zum 30. Juni 2015 getilgt sein.“

Zu der Zusammenarbeit mit KKR sagte Schiller:

„Die Verträge sind für mindestens sieben Jahre angelegt. Die Verträge gelten unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit von Hertha BSC.“

Offiziell werden die Zahlen auf der Mitgliederversammlung von Hertha BSC heute Abend vorgestellt.