Hertha auf der Suche nach Positivität plus UPDATE mit Familienvater Sofian Chahed

(ub) – Gar nicht so einfach zu sagen, was für eine Stimmung herrscht. Gute Laune hat heute Vormittag niemand versprüht auf dem Schenckendorff-Platz. Andrerseits ging es konzentriert zur Sache bei Hertha BSC. Nach diversen Passübungen wurde die Gruppe geteilt. Die eine Hälfte lief die üblichen 15 x 90 Meter. Die andere spielte Fünf-gegen-Fünf auf kleinem Feld mit großen Toren (die Torwarte sind mitgerechnet). Heißt: Es gab sehr viele Zweikampf-Situationen und sehr viele Torabschlüsse.

Die Resonanz für die Profis ist am Rande des Trainingsplatzes besser als bei dem einen oder anderen hier im Blog (Foto: ub) . . .

So war Herthas Nr. 1 umschwärmt von jugendlichen Trainingskibitzen.

Ein Extraprogramm spulten die beiden Rekonvaleszenten ab. Änis Ben-Hatira lief mit einem Physiotherapeuten rund eine halbe Stunde. Nico Schulz ist schon etwas weiter. Er machte diverse Serien mit kurzen Sprints und 180-Drehungen und erneuten Sprints. Zur Frage, ob Schulz oder Ben-Hatira für das Heimspiel am Freitag in Frage kommen sagte Trainer Jos Luhukay:

„Nein, ich werde keine Spieler einsetzen, die zwei Wochen nicht mit der Mannschaft trainieren konnten.“

Heißt, das Duo kommt erst für die Auswärtspartie am 22. November beim 1. FC Köln in Frage.

@catro wirbt für Mukhtar

Unter der Oberaufsicht von @bolly versucht @catro Hany Mukhtar mit lauten Anfeuerungsrufen ins Team zu bringen. Ob @catros Botschaft bei Trainer Luhukay angelandet ist, sehen wir am Donnerstag, wenn der Kader für das Hannover-Spiel veröffentlicht wird.

Zur Stimmung zwei Aussagen, die erste von Peter Pekarik:

„Zuhause sieht das ganz anders aus als auswärts. Wir müssen viel verbessern.“

Valentin Stocker bemüht seinen schweizerischen Wortschatz, um die Lage zu beschreiben:

„Wir müssen jetzt alle zusammenstehen, auch mit den Fans. Intern haben wir ein sehr gutes Klima. Ich bin hier, um zu helfen. Das geht nur über Arbeit und Positivität.“

P.S. Am Mittwoch und am Donnerstag trainiert Hertha unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

P.S.2 Habe eben mit Sofian Chahed gesprochen. Der Ex-Herthaner, von 1999 bis 2009 im Klub/89 Bundesliga-Einsätze) war nach einem Jahr ohne Verein erst Ende August beim FSV Frankfurt untergekommen – die offizielle Mitteilung

Der FSV spielt zwar eine mäßige Saison, Chahed stand aber nur einmal im Kader. Eingesetzt wurde er von Trainer Benno Möhlmann aber nicht.

Nun haben Chahed und der FSV nach nur neun Wochen den Vertrag vorzeitig aufgelöst.

Chahed: „Ich habe den Spagat zwischen Frankfurt und Berlin nicht mehr geschafft.“

Hintergrund: Im Hause Chahed hat sich der vierte Nachwuchs, eine Tochter, eingestellt. Sowohl die Tochter als auch die Mama sind wohlauf.

Chahed: „Aber es ist jetzt doch einiges zu tun.“

Ob seine aktive Karriere damit beendet ist, weiß er noch nicht.

Ich will versuchen, hier in Berlin was zu finden. Mal schauen, was geht.

P.S.3 Ein Blog-Post vom Januar 2014 mit Chahed, dem Deutschen Meister mit Hertha BSC – UPDATE: Sofian Chahed oder Herthas Deutscher Meister auf Job-Suche. Brooks fällt aus hier