Sorgen um Schieber, Heitinga, Ronny und Beerens. Skjelbred meldet sich zurück

(ub) – Es war ereignisreich in den vergangenen 24 Stunden. Habe gehört, dass Herthas Pokalspiel am TV-Schirm als schwer erträglich rübergekommen ist. Im Stadion in Bielefeld wirkte die Partie intensiv, emotional und spannend. Was nix daran ändert, dass Hertha sich gegen einen Drittligisten so gut wie keine Chance herausgearbeitet hat.

Für mich war Thomas Kraft der beste Herthaner, der mit drei Paraden (zwei vor der Pause, eine in der zweiten Hälfte der Verlängerung) dafür gesorgt hat, dass der Favorit überhaupt das Elfemterschießen erreicht hat.
Einige der mitgereisten 1600 Hertha-Fans haben dem Verein wieder mal eine Geldstrafe eingebrockt (Fotos: ub).

Sowohl vor der Partie als auch danach kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Hertha-Anhängern und der Polizei samt Schlagstock-Einsatz, Pfefferspray, einer Festnahme und zwei Einweisungen ins Krankenhaus – ein Bericht der ‚Neuen Westfälischen‘.

Thomas E. Herrich, Mitglied der Geschäftsleitung von Hertha, sagte der Morgenpost:

Wir haben Kenntnis hier von, sind direkt gestern Abend über die Vorfälle informiert worden. Zu den laufenden Ermittlungen können wir derzeit nichts sagen. Generell sind wir eindeutig gegen jede Form von Gewalt und missbilligen auch das Abbrennen von Pyrotechnik! Das schadet Hertha BSC und ist darüber hinaus unverantwortlich und gefährlich.

Luhukay gratuliert Meier

Trainer Jos Luhukay hatte nach dem 2:4 im Elfmeterschießen (0:0) gegen Arminia Bielefeld noch einen Pflichttermin, die obligatorische Pressekonferenz.

Luhukay: „Gratulation an Norbert [Meier] und seine Mannschaft … Es ist nicht unverdient, dass Arminia weitergekommen ist. Sie hatte einige echte Chance. Wir haben es nie geschafft, uns entscheidend durchzusetzen. Das müssen wir uns selbst anrechnen. Das müssen wir wieder besser machen, um Spiele gewinnen zu können.“

Ich habe mich auf der nächtlichen Rückfahrt durch die Republik einmal mehr gefragt, was diese tausenden von LKWs geladen haben, die da Richtung Polen, Weissrussland oder Ukraine rollen . . . Hatte aber dafür einen seltenen Anblick: Der Kaiserdamm war heute um 2.50 Uhr komplett leer.

Schulz und Ben-Hatira fallen drei Wochen aus

Die Mannschaft ist per ICE von Bielefeld nach Berlin gereist. Das Auslaufen war eine übersichtliche Veranstaltung, weil kein Spieler der Startformation vom Dienstag heute auf dem Schenckendorff-Platz war. Hertha hat einige Angeschlagene Spieler mitgebracht. Die nächsten Tage werden erweisen, wer von ihnen am Sonntag in Frage kommt, wenn es zum SC Paderborn geht.

  • Julian Schieber – Oberschenkel-Probleme
  • John Heitinga – Waden-Probleme
  • Ronny – Schlag aufs Sprunggelenk
  • Roy Beerens – Tritt auf das große Zehengelenk

Zudem teilte Trainer Luhukay mit, dass Nico Schulz und Änis Ben-Hatira mit ihren Muskelverletzungen am Oberschenkel „für drei Wochen ausfallen“ werden.

Die gute Nachricht des Tages:


Per Skjelbred joggt wieder, auch Tolga Cigerci hatte die Laufschuhe geschnürt. Habe vorhin schon mal deren Aussagen eingestellt.

Skjelbred: „Mir gehs mit der Leiste viel besser. Sieht gut aus für Sonntag.”

Bei Cigerci, dessen letzter Einsatz vom April datiert – hier – ist nach wie vor Geduld gefragt.

Cigerci: Mir geht’s gut. Ich möchte jetzt nicht so viel sagen. Aber es wird noch dauern.”

P.S. Für Eure Lebensplanung: Am morgigen Donnerstag ist trainingsfrei. Freitag und Samstag wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert.