UPDATE "Die Zeit bleibt gleich, da musst du schneller laufen" plus Elfmeter-Shootout

(ub) – Um mit einer Korrektur zu beginnen: Hatte gestern in einem Kommentar etwas anderes geschrieben, als gemeint war: Gemeint war, das Hajime Hosogai fit ist und in der Partie am Freitag beim SC Freiburg aller Voraussicht nach in der Startelf steht (und nicht Genki Haraguchi), sorry, mein Fehler.

Zu Haraguchi sagte Trainer Jos Luhukay heute nach dem Vormittagstraining:

„Genki ist im Training und versucht den Anschluss zu finden. Es kann sein, dass er schon für Freitag in Freiburg eine Alternative für den Kader ist.“

Auf dem sonnenüberfluteten Schenkendorff-Platz war erstmals Marvin Plattenhardt unterwegs. Der Linksverteidiger drehte Runden mit Phyisiotherapeut David de Mel. Plattenhardt soll in dieser Woche herangeführt werden und mit Beginn der kommenden Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Richard Golz trainierte mit vier Torwarten: Mit Thomas Kraft, Rune Jarstein, Sascha Burchert und Nils Körber. Der Rest des Kaders war vor allem läuferisch unterwegs. Nach einigen Passübungen wurde Kondition gebolzt. Die üblichen Läufe von 16-m-Linie zu 16-m-Linie in 15 Sekunden. Dazwischen kurze Antritte samt Drehungen und erneuten Antritten.

Luhukay zum Thema Laufleistung

Dann variierte Cotrainer Markus Gellhaus das Programm. Es wurde gelaufen vom Fünf-Meter-Raum bis zum gegenüberliegenden 16-m-Linie, also elf Meter mehr als auf der üblichen Distanz. An der Bande runzelte Kibitz Levan Kobiashvili die Stirn:

„Die Zeit bleibt gleich, 15 Sekunden. Da musst du schneller laufen.“

Die Laufleistungen von Hertha in den bisherigen drei Bundesliga-Partien waren am unteren Ende der Liga angesiedelt. Luhukay sagte auf die Frage, ob er deshalb nun besonderen Wert auf Konditionsarbeit lege:

Nein, wir machen das gleiche Programm wie in der vergangenen Saison. Wir haben letztes Jahr nach den Topteams der Liga die wenigsten Gegentore in der Schlussviertelstunde kassiert. Über die konditionelle Beschaffenheit der Mannschaft mache ich mir am wenigsten Sorgen.

Von 14 bis 15.30 Uhr steht für die Mannschaft ein Foto-Shooting für die Sponsoren an.

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So, von der zweiten Einheit am Nachmittag gibt es etwas mehr zu berichten. Zum einen Verehrung an @elaine und @PSI, deren scharfen Augen beim Nachmittagstraining nix entging (Fotos: ub).

Schulz entnervt Ben-Hatira

Es wurde anderthalb Stunden trainiert. Intensiv. Die Stimmung war so weit gut. Außer bei einigen Spielern, die sich extrem reinhängten, dann aber nicht zum Erfolg kamen. So bedurfte Valentin Stocker der Aufmunterung. Der Schweizer hatte sich im B-Team spielend, auf der rechten Seite trotz Bedrängnis durchgesetzt, zog eine gut getimte Flanke vorbei an zwei Verteidigern sowie Torwart Thomas Kraft – und haderte dann, dass kein Stürmer mitgelaufen war, um den Ball am zweiten Pfosten zu verwerten.

Auch Änis Ben-Hatira schob Frust. Er hatte sich in drei Tempoläufen auf der rechten Seiten versucht, aber drei mal hieß die Endstation Nico Schulz, an dem derzeit kein Vorbeikommen ist.

Ich meine, dass wir bei einer der Mannschaften das A-Team für Freitag gesehen haben könnten, schau’n wir mal.

Team Blau-Weiß: Torwart* – Pekarik, Heitinga, Brooks, Schulz – Hosogai – Beerens, Ronny, Haraguchi – Kalou, Schieber.

Team Rot: Torwart* – Ndjeng, Janker, van den Bergh – Hegeler – Ben-Hatira, Skjelbred, Mukhtar, Stocker – Wagner

Gelb (jeweils bei der ballführenden Mannschaft) Niemeyer, Lustenberger.

* Torwart: Es wurde in drei Dritteln gespielt, es rotierten Thomas Kraft, Rune Jarstein und Sascha Burchert.

Gespielt wurde von Strafraum zu Strafraum, auf einem 70-m-Feld mit Abseits.

1. Drittel: 1:1 – Tore: Kalou/Mukhtar

2. Drittel: 2:0 – Tore: Schulz/2

3. Drittel: 2:1 – Tore: Schieber, Ronny/Wagner.

Das Verlierer-Team hatte nach dem zweiten und dritten Drittel jeweils 25 Liegestütz zu absolvieren.

Notizen vom Rande der Bande:

Haraguchi tut Hertha gut. Seine Dynamik ist eine Waffe. Zweimal fiel er auf seine zuvor verletzte Schulter, beides Mal hielt er sie sich kurz, machte dann weiter # # # Mit Schulz hinter dem Japaner hat Hertha jede Menge Geschwindigkeit auf der linken Seite. Dann müssen die Beiden es halt auch Taktisch hinbekommen # # # Heitinga interpretierte den Manndecker down to the roots: Kopfball-Duell gewinnen, drei-Meter-Pass zur Seite, kein Risiko # # # Pekarik agierte ordentlich im Zusammenspiel mit Beerens # # # Schieber abgezockt # # # Kalou wechselhaft. Erzielt ein souveränes Tor, vergab aber auch freistehend zwei gute Gelegenheit, einmal vorbei, einmal parierte Jarstein glänzend. Ein 15-m-Kunstschuss von Kalou, ein angeschnittener Ball, segelte am Dreiangel vorbei. Er ist in der Kennenlern-Phase.

Heitinga gewinnt vor Kalou

Nach Ende der Einheit gab es noch ein kleines Elfmeter-Shootout. Beteiligt waren Ben-Hatira, Schieber, Ronny, Kalou und Heitinga. Wer kein Tor erzielte, flog raus. In der genannten Reihenfolge verabschiedeten sich die Spieler. Am Ende waren Kalou und Heitinga noch dabei. Wenn ich’s richtig gesehen habe, parierte Kraft den Kalou-Elfmeter. Während Heitinga den Torwart verlud und hoch in die linke Ecke traf.

Schlusswort von Salomon Kalou. Ob er den Druck spüre, weil Hertha am Ende der Tabelle stehe.

Antwort Kalou. Nein, er verspüre keinen Druck. Jetzt gelte es zu arbeiten und sich mit der Mannschaft zu finden.

Kalou: „It’s one game to turn the table round“