Stürmersuche: Pandev, Alan...oder wer? Und was wird aus Allagui?

(mey) – Die letzten Tage vor Ende der Transferperiode sind stressig – für all die Fußballmanager da draußen sowieso, für die Fans und auch für uns Sportjournalisten. Wir jagen dann jedem noch so kleinen Infoschnippselchen in der Hoffnung hinterher, dass am Ende der Jagd der Name des neuen Spielers steht.

Heute wieder so ein Beispiel bei Hertha BSC: Goran Pandev vom SSC Neapel. Die Gazzetta dello Sport aus Italien berichtet, Hertha habe ein Angebot für den 31 Jahre alten Mazedonier abgegeben. Rödel, rödel. Sich fragen: Würde das passen? Denken: Passen würde es, weil Neapel gestern die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League vergeigt hat. Handeln: Alle möglichen Leute anrufen.

Am Ende der Jagd könnn wir zwar ausschließen, dass es ein solches Angebot gegeben hat. Allerdings bedeutet das ja nicht, dass es nicht noch eines geben könnte. Kompliziert, das Ganze.

Fallbeispiel Nummer 2: Salzburgs Alan

Auch Red Bull Salzburg hat gestern ja mit einem 0:3 gegen Malmö die Teilnahme an der Königsklasse vergeigt. Nun berichten österreichischen Medien, dass Hertha an Salzburgs Alan interessiert sein soll. Auch das würde passen: Der 25 Jahre alte Brasilianer ist schnell, ballsicher und beweglich – ein Typ Ramos eben, und den suchen sie ja bei Hertha.

Auf der PK der Österreicher heute aber sagte Sportdirektor Ralf Rangnick: „Das Spieler weggehen, kann ich ausschließen. Da bedarf es schon astronomische Summen.“ Alan zu Hertha? „Diese Geschichte kann ich ziemlich sicher ausschließen“, sagte Rangnick.

Allagui beklagt sich

Die Suche nach dem neuen Angreifer geht also weiter. Ein anderer Stürmer, der seine Brötchen derzeit noch bei Hertha verdient, hat sich in den letzten Tagen auffallend oft als ein ziemlich unzufriedener präsentiert: Sami Allagui.

Erst berichtete die Bild, dass der Deutsch-Tunesier „offen für etwas Neues“ sei, falls man in Berlin mit ihm nur als Reservist plane. Allagui saß bekanntlich beim ersten Bundesligaspieltag gegen Bremen bis kurz vor Schluss nur auf der Bank. Dann legte er auch bei den Kollegen vom Kicker noch einmal nach: Es falle ihm nicht leicht, von draußen zuzuschauen, sagte der 28-Jährige.

Gut. Man muss ehrlich sein: Allagui wird nun natürlich auch verhältnismäßig öfter nach einer eventuellen Unzufriedenheit gefragt. Aber der Mann ist ein gestandener Profi, bei dem man annehmen darf, dass er genau weiß, was er tut. Auf mich wirkt dieses öffentliche Klagen jedenfalls so, als wolle da jemand seinen Abgang vorbereiten. Schaut her, ihr Fußballmanager, ich bin unzufrieden. Falls ihr also noch einen treffsicheren Stürmer sucht, dann…Den Eindruck könnte man jedenfalls gewinnen, oder nicht?

Alles hängt mit allem zusammen

Allaguis Situation aber hängt ja letztlich mit der Stürmersuche bei Hertha zusammen. Die Berliner werden nach Ramos und Lasogga nicht den Fehler begehen, auch noch den zweitbesten Torschützen der vergangenen Saison (9 Tore) ziehen zu lassen, solange man keinen neuen Stürmer verpflichtet hat. Der Kicker berichtet, dass Hertha bereits zwei Angebote für Allagui abgelehnt habe. Nach unseren Informationen liegt derzeit kein Angebot für den Angreifer vor.

Sollte Hertha überhaupt über einen Verkauf von Allagui nachdenken, was ich für möglich halte, dann erst, wenn ein neuer Stürmer verpflichtet ist.

Was würdet ihr machen? Allagui abgeben, oder unbedingt behalten?

Morgen wird noch einmal im Verborgenen traininert. Am Sonnabend geht’s dann gehen Leverkusen und spätestens am Montag, wenn das Transferfenster schließt, wird es Gewissheit über Zu- und Abgänge geben.