Schiller öffnet die Schatulle

(Seb) – Ein sichtlich gut gelaunter Ingo Schiller ging am frühen Nachmittag an mir vorüber. Er entschuldigte sich, nicht mehr Zeit für eine Plauderei zu haben. Er müsse jetzt auf die Bühne eines Radiosenders zum Interview. „Aber räumen Sie schon einmal die Seite 1 frei“, kündigte er noch lachend eine brandheiße Nachricht an.

Die Lockerheit des Finanz-Chefs war stellvertretend für das gesamte Fanfest. Gut 28.000 Anhänger werden im Verlaufe des Tages den Weg in den Olympiapark gefunden haben. Und die Stimmung war tatsächlich sehr ausgelassen.

Bestes Beispiel dafür auch Manager Michael Preetz:

Bei der Vorstellung der Mannschaft ließ ich mein persönliches Applausometer laufen und glaube den meisten Jubel bei Heitinga, Stocker und Ronny gehört zu haben.

Auch Mukhtar und Brooks bekamen aufgrund ihrer Erfolge bei WM und U19-EM riesigen Applaus. Die stärkste Szene hatten allerdings Allagui und Hegeler. Die beiden hatten vorher untereinander die Trikots getauscht und ließen sich mit der falschen Nummer auf dem Rücken ablichten. Ich erwähnte schon, dass die Stimmung sehr locker war?

Während die meisten Fans sich bis gerade eben um Autogramme der Mannschaft angestellt hatten, lauschte ich Michael Preetz, der auf der Bühne des Radiosenders über die Saisonziele sprach:

Ich halte es nicht so gerne mit vollmundigen Versprechungen. Wir wollen uns in der Liga etablieren und so hoch hinaus, wie es geht. Aber wir dürfen uns auch nicht kleiner machen, als wir sind. Wir haben mit Heitinga, Hegeler und Stocker eine Reihe erfahrener Spieler geholt. Mit Blick auf unsere Historie tun wir gut daran, keine Mannschaft im DFB-Pokal zu unterschätzen. Auch nicht Viktoria Köln.

Herthinhos Schuhe sind durch

Ich möchte die Nachricht, die Ingo Schiller verkünden wollte nicht unter den Tisch fallen lassen. Der Finanz-Chef stand auf der Tribüne plauderte etwas über den Stand des Dauerkartenverkaufs (aktuell +1000 im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt) und den Vorverkauf für das Heimspiel gegen Bremen (aktuell 36.000 Tickets abgesetzt).

Dabei wurde er auf den bedauernswerten Zustand der Schuhe von Maskottchen Herthinho aufmerksam und versprach, die Schatulle mit dem Geld zu öffnen:

„Wir kümmern uns darum.“