Auch Cigerci unterschreibt für zwei Jahre beim HSV

(ub) – Nein, das soll kein Running Gag werden. Kann der Versuchung aber nicht widerstehen. Bis Juni 2016 hat sich T. Cigerci für den Hamburger SV entschieden.

Das bestätigte soeben der HSV auf seiner Homepage.

Nur, damit wir uns nicht missverstehen: Die Rede ist von Tolcay Cigerci. Dem Bruder von Tolga Cigerci. Der ist durch die Nachwuchsmannschaften des VfL Wolfsburg gegangen.

2,7 Millionen-Angebot für Ostrzolek

Wo wir gerade beim HSV sind: Bekanntlich hatte sich Hertha BSC sehr bemüht um Matthias Ostrzolek, den linken Verteidiger vom FC Augsburg. Trainer Jos Luhukay wollten seinen Zögling aus vergangenen Tagen nach Berlin nachholen. Hertha konnte sich aber mit dem FCA nicht auf eine Ablöse einigen.

Im Anschluss war Hannover 96 interessiert. Bot 1,8 Millionen Euro. Erneut hat der FCA abgewunken. Der Vertrag Ostrzolek läuft noch bis Juni 2015.

Nun ist der HSV dick im Geschäft. Dem Vernehmen nach haben die Hanseaten 2,7 Millionen geboten. Und der Spieler lässt sich zitieren: Er möchte unbedingt nach Hamburg – Quelle

Vor dem Lasogga-Hintergrund, der ebenfalls unbedingt zum HSV will, wundert man sich, wo das alles finanziert werden sollen – bei 100 Millionen Euro an Verbindlichkeiten.

Der Fußball-Profi als Söldner

Ob Lasogga, Ostrzolek, aber auch Hakan Calhanoglu, der vom HSV unbedingt weg will Richtung Bayer Leverkusen – unterschriebene Arbeitspapiere mit konkreten Daten scheinen von immer mehr Profis eher so als unverbindliche Absichtserklärung verstanden zu werden. Jedenfalls, wenn der Profi anderorten mehr Geld verdienen kann.

Die Lage ändert sich, wenn er Bedenken hat, beim derzeitigen Verein kein Geld zu verdienen, dann wird gern‘ mal der Weg zum Arbeitsgericht gewählt.

Jeder Fall ist anders, deshalb ist jeder Fall für sich zu betrachten.

In der Gesamtschau jedoch ist mein Eindruck: Die Leidtragenden sind die Romantiker und den Fans, die meinen dass gut bezahlte Spieler ihren Verein ebenso im Herzen tragen, wie die Fans.

Oder ist es verständlich, dass ein Profi vor allem Unternehmer in eigener Sache ist. Und schauen muss, in zehn, zwölf, vielleicht 14 Jahren als Profi so viel Geld zu verdienen wie möglich.

Eure Meinung? Verändern solche Erfahrungen Euren Blick auf den Fußball?