Nervenkitzel zum Saisonabschluss bei Herthas U23

(Seb) – Es hätte alles so gut gehen können. Doch die U23 von Hertha konnte in den vergangenen beiden Spielen gegen die direkten Konkurrenten in Babelsberg (0:1) und im Amateurstadion gegen Meuselwitz (0:2) nicht punkten. Damit ist aus der komfortablen Position nur noch eine gute geworden. Denn das Team von Ante Covic hat morgen (13.30/Amateurstadion) den Klassenerhalt immer noch selbst in der Hand. Gelingt ein Sieg, ist alles gut. Ansonsten ist rechnen angesagt und vor allem ein genauer Blick hinüber zur Partie zwischen Meuselwitz und Babelsberg, die punktgleich hinter den Blau-Weißen in der Tabelle stehen.

Worauf es ankommt, hat Ante Covic im Interview auf der Hertha-Website gesagt:

Wichtig ist, dass die Jungs nicht verkrampfen. Dass wir jeden Gegner in der Liga schlagen können, haben wir bewiesen. Beim Fußball ist es unmöglich, die Leistungsgrenze zu erreichen, wenn man verkrampft. Das wissen wir und wir arbeiten daran, dass unsere junge Mannschaft mit der notwendigen Lockerheit, aber natürlich auch fokussiert, an das Spiel herangeht.

Ich persönlich bin sehr gespannt, wie das junge Team mit dem Druck umgehen wird. Für die Fans wird vor allem die Anreise etwas kompliziert. Damit wie üblich auch Spiele mit höherem Risiko im Amateurstadion ausgetragen werden können, müssen die Fanströme konsequent getrennt werden. Im Olympiapark heißt das vor allem: lange Wege. Aber als Dauergäste kennt ihr das sicher schon. Ansonsten gibt es eine Infografik von Hertha.

U23 hat an Bedeutung verloren

Zwar spielt die U23 in der Ausbildung nicht mehr solch eine große Rolle wie noch vor vielen Jahren. Aber trotzdem wäre ein Abstieg fatal. Jos Luhukay betonte zuletzt den Wert des Teams vor allem für Profis, wenn diese nach Verletzungen wieder an den Wettkampfmodus herangeführt werden sollen. Und auch für Nachwuchsspieler, die nicht aus der A-Jugend direkt den Sprung zu den Profis schaffen, ist die U23 eine Chance. Ich erinnere in dem Zusammenhang an Alfredo Morales, der auf dem letzten Drücker noch den Absprung vom Talent zum Profi schaffte.

Wer es morgen nicht ins Stadion schafft, kann sich ab 13.30 Uhr im MDR die „Abstiegskonferenz“ anschauen. Die Hertha-Partie wird von Eik Galley kommentiert.

Kleines Häppchen zum Schluss: Einen Gruß, aber kein Bekenntnis zu Hertha, schickte Pierre-Michel Lasogga aus dem Urlaub.

Ich verabschiede mich für heute. Nachdem 66 Prozent gestern dafür gestimmt haben, dass ich mich in der Redaktion mit Hertha-Flip Flops fotografieren muss, mache ich mich auf den Weg zum Hauptbahnhof und besuche den Fanshop. Stay tuned