Gesucht: Hertha und die richtige Strategie für die Wechselperiode im Sommer

(ub) – Wünsche allseits ein gelungenes Osterwochenende verlebt zu haben. Bei Hertha BSC war Ruhe. Die Mannschaft bereitet sich ab morgen, Dienstag, 15.30 Uhr auf das kommende Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig vor. Wer dort hin will, sollte sich sputen. Habe gehört, dass der Kartenvorverkauf sehr gut laufen soll. Und die Saison-Abschlusspartie gegen Dortmund ist ohnehin seit längerem ausverkauft.

Frage heute den Oster-Monday-Morning-Manager in Euch. Der Klassenerhalt ist sicher. Hertha spielt auch 2014/15 erstklassig. Die Aufgaben sind klar:

  • wie ist der Abgang von Adrian Ramos auszugleichen?
  • wann gelingt es, die avisierten Verstärkungen umzusetzen?
  • wann geht Hertha nach vorn, wann ist Warten angesagt?

In den beiden vergangenen Jahren hatte Trainer Jos Luhukay schon zum Trainingsauftakt einen relativ kompletten Kader, inklusive Zugänge, beisammen. Das wird sich ändern. Die Manager der Liga, so auch Michael Preetz, erwarten, dass durch die Weltmeisterschaft in Brasilien der Transfer-Markt später im Sommer in der Wechselperiode in Schwung kommen wird. Zudem auch die neue Bundesliga-Saison erst am 22. bis 24. August startet.

34 statt 28 Millionen für’s Personal

Die Hertha-Historie zeigt, dass es keine Regel gibt. Hertha sind gute und schlechte Last-minute-Verpflichtungen gelungen (Voronin, Pantelic, Ramos/Cesar, Kringe, Cufré). Ebenso wie es bei frühzeitigen Transfers passende und unpassende Spieler gegeben hat.

Die Vorjahres-Quote bei den Neuen war sensationell: Langkamp, van den Bergh, Hosogai, Baumjohann ebenso wie später Skjelbred und Cigerci gehören alle zum Kern des aktuellen Hertha-Jahrgangs. Lässt sich das wiederholen?

Ein permanenter Knackpunkt sind die Finanzen. Hertha wird statt 28,1 Millionen (Planung für diese Saison) im kommenden Spieljahr 34 Millionen Euro für Personal ausgeben können. Das ist für Hertha-Verhältnisse ein deutlicher Sprung. Aber nix, was Vereine wie Leverkusen, Wolfsburg, Gladbach oder Hoffenheim erschrecken wird, die Bayern und den BVB erwähnen wir gar nicht erst.

Wie sieht es auf der Abgangsseite aus?

Wie sähe Eure Strategie aus: Als erstes auf der Abgangsseite den eigenen Kader, wie soll ich sagen, entschlacken? Hertha wird die Mannschaft nach dem letzten Bundesliga-Spieltag (10. Mai) noch eine Woche beisammen halten, damit der Urlaub nicht zu lang wird. Da könnten die Verantwortlichen einige Gespräche führen, oder?

Und auf der Zugangsseite: Zuerst den teuersten Angestellten, den/die Stürmer fix machen? Oder sich von hinten nach vorn arbeiten: Erst, um einen Namen zu nennen, Matthias Ostrzolek (Augsburg) fix machen. Und sich Schritt für Schritt nach vorne tasten?

Wie geht Ihr mit dem Thema Leihspieler um: mit/ohne Kaufoption? Oder sind das die Optionen, die als letztes angeschaut werden. Falls es irgendwo noch Bedarf, aber nur wenig Geld im Budget gibt?

Gebt’s mir, Eure Strategie-Vorschläge.

P.S.1 Der Eintrag von @egmonte im Blog Hertha-Unser zum Klassenerhalt „Man muss auch Gönnen können“ (mit einem sensationellen Hertha-Aufkleber aus den 1970igern) – hier

Sein Einstiegssatz: Stell dir vor, es ist Klassenerhalt und keiner kriegts mit.

P.S.2 Ein Ex-Herthaner kämpft um einen Vertrag: Sofian Chahed, seit vergangenem Sommer vereinslos stellt sich bei seinem ehemaligen Trainer Falko Götz bei Erzgebirge Aue vor – hier