Hertha dementiert Ramos-Wechsel. Der Rasen im Olympiastadion bleibt.

(mey) – Lange Zeit war es ja ruhig geworden um Adrian Ramos. Herthas bester Stürmer (15 Saisontore) steht auf dem Zettel vieler Topklubs in Europa: Dortmund, Monaco und zwei englische Teams sind an dem Kolumbianer interessiert. Bei Borussia Dortmund macht man sich die größten Hoffnungen, den 28-Jährigen nach dieser Saison zu verpflichten. All das ist bekannt. Vollzug aber wurde bisher nicht vermeldet.

Nun schreibt die BILD nicht nur, dass Helmut Wennin, der Berater von Ramos, der kolumbianischen Nachrichtenagentur „Agencia Colombiana de Noticias“ kurz „Colprensa“ erzählt hat, dass es seinen Schützling nach Dortmund zieht: „Es gibt große Möglichkeiten, dass Adrian nach Dortmund gehen wird“, wird Wennin dort zitiert.

Heute legt BILD-Dortmund nach: Angeblich sei der Wechsel von Ramos nach Dortmund fix. 8 Millionen Euro soll Ramos kosten und einen Vertrag bis 2017 mit einer Option auf ein weiteres Jahr bekommen.

Der Wechsel ist nicht fix

Bei Hertha haben sie einigermaßen verwundert darauf reagiert. Dort sagen sie, dass an dieser Meldung nichts dran sei. Von einer Einigung wissen man nichts. Und das sollte der Klub ja, wenn Ramos tatsächlich wechselt. Schließlich steht der Angreifer noch bis 2015 in Berlin unter Vertrag.

Also Ruhe bewahren, Männer. Ich bin mir sicher, dass Ramos nach dieser Spielzeit wechseln wird. Dass sein neuer Klub Borussia Dortmund heißen wird, bleibt sehr wahrscheinlich. Aber fix ist hier noch gar nichts!

Derweil hat auch der BVB einen bereits feststehenden Wechsel von Ramos dementiert –>hier.

Die Sache mit dem Rasen

Neben der schmerzhaft deutlichen Niederlage am Sonnabend gegen Hannover 96 gab es ja noch dieses andere Aufregerthema: Der Rasen im Olympiastadion sei „eine Vollkatastrophe“ schimpfte Herthas Trainer Jos Luhukay. Manager Michael Preetz nannte das Geläuf sogar „erbärmlich. Das kann man niemandem anbieten“. Wir haben das für euch natürlich auch dokumentiert –>hier.

Heute nun gab es ein Treffen zwischen Herthas Mitglied der Geschäftsführung Thomas E. Herrich und dem Geschäftsführer der Stadiongesellschaft Joachim E. Thomas. „Wir haben dort hinterlegt, dass der Rasen so für uns nicht akzeptabel ist“, heißt es von Hertha-Seite.

Der Geschäftsführer der Stadiongesellschaft Thomas nannte das Meeting im Gespräch mit mir „ein Treffen, in guter Atmosphäre“. Ergebnis des Treffens: Der Rasen wird nicht neu verlegt. Zusammen mit dem Greenkeeper des Olympiastadions wurde erörtert, ob der Rasen durch entsprechende Pflege wieder in einen Zustand gebracht werden kann, dass am Dienstag in einer Woche dort das Heimspiel gegen den FC Bayern ohne Probleme stattfinden kann.

Maßnahmen wie Schnitt, Walzen, neue Aussaat usw. wurden besprochen. „Wir sind guter Dinge, dass der Rasen rechtzeitig wieder in einem guten Zustand sein wird“, sagte Thomas. Der Rasen sei nun in einem „deutlichen Aufwärtstrend“.

Neuverlegung macht keinen Sinn

Eine Neuverlegung des Rasens, wie sie ebenfalls zur Debatte stand, sei wenig sinnvoll, sagte Thomas. „Das ist in dieser Jahreszeit mit vielen Risiken verbunden. Der Rasen könnte beim Transport und der Lagerung nass werden und schlecht anwachsen. Am Ende hat man ein Ergebnis, dass nicht zufriedenstellend ist.“

Zudem wäre eine Neuverlegung teuer gewesen: Auf knapp 100.000 Euro werden die Kosten geschätzt. Thomas betonte aber: „Wenn die Prognosen unseres Greenkeepers das ergeben hätten, dann hätten wir den Rasen auch gewechselt. Da wären die Kosten nachrangig gewesen.“

Am Dienstag trifft sich Thomas noch einmal mit Jos Luhukay, der beim Treffen heute nicht dabei war, um den Trainer ins Bild zu setzen.

Übrigens: Dass der Rasen vor dem DFB-Pokalspiel im Mai immer gewechselt wird, ist so nicht richtig. Es wird vielmehr jedes Mal vor dem Endspiel entschieden, ob es einen neuen Rasen braucht. Das aktuelle Geläuf lag auch schon vor dem bis letzten DFB-Pokal-Finale im Mai 2013 im Olympiastadion.

Drei Tage wach

Noch ein Thema zum Schmunzeln gefällig? Bitteschön: Auf der Vereinshomepage findet ihr heute ein Interview mit Nico Schulz. Der Linksfuß erzählt dort, wie Hertha nach dem Aufstieg bei der Saison-Abschlussfahrt in Prag die „Sau raus ließ“:

„Wir waren fast drei Tage am Stück wach – das war echt super, und ich glaube, keiner wird diesen Trip vergessen!“

Aus gegebenem Anlass hier eine kleine Musikempfehlung von uns:

Fußball-Manager – die Minderleister der Liga?

Zum Abschluss möchte ich euch noch einen sehr interessanten Artikel aus der FAS des Kollegen Michael Horeni ans Herz legen: Er beschäftigt sich mit der Rolle der Fußballmanager in der Bundesliga und vertritt die spannende These, dass manche von ihnen die „Minderleister der Liga“ seien, die das monetäre Potenzial ihrer Klubs nicht gewinnbringend genug einsetzen würden. Besonders die Kollegen Felix Magath und Horst Heldt werden heftig kritisiert.

Zum Artikel geht es –>hier.

Nachdem die Berliner heute einen Tag frei hatten (es dürfte der letzte in den kommenden elf Tagen sein), beginnt morgen um 15.30 Uhr die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel in Mönchengladbach am Sonnabend (18.30 Uhr).

Es ist der Beginn der englischen Woche. Vor welchen Problemen Hertha diesbezüglich steht, erfahrt ihr morgen in eurer Morgenpost.

Frage an euch: Wie beurteilt ihr die neuerliche Wasserstandsmeldung um Ramos? Interessiert euch das eigentlich noch? Oder nervt euch das Gezerre nur noch? Und: Sollte es am Ende wie erwartet so kommen, dass Ramos Hertha verlassen wird. Wird Hertha einen geeigneten Nachfolger finden?