LIVETICKER Luhukay lobt de Bruyne und ist sauer auf seine Reservisten

(ub) 13.30 Uhr Verglichen mit der Pressekonferenz zum letzten Heimspiel ist es ein überschaubare Presse-Runde, die sich eingefunden hat. Vor 14 Tagen wurde der Einstieg des strategischen Investors verkündet. Entsprechend groß war das Medien-Aufkommen. Heute geht es ’nur‘ um ein normales Hertha-Heimspiel am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg.

13.32 Uhr Für die irre Spannung, die ein Liveticker verspricht: Ich erwarte heute nix Spektakuläres, will Euch aber teilhaben lassen am Bundesliga-Tagesgeschäft.

13.34 Uhr Gefragt ist die Eigenschaft, von der nie jemand wissen will in unserem Berufsstand – warten können.

Sonntag werden 40.000 Zuschauer erwartet

13.37 Uhr Auf dem Podium nehmen Platz Manager Michael Preetz, Trainer Jos Luhukay und Mediendirektor Peter Bohmbach (Foto: ub). Hertha rechnet mit 40.000 Zuschauern.

13.39 Uhr Lustenberger fällt aus. Jarstein wird kommende Woche ins Training einsteigen.

Trainer Jos Luhukay:

Wir müssen uns sehr konzentriert vorbereiten. Wir treffen auf einen sehr starken Gegner, der zu den besten der Liga gehört. Wolfsburg hat eine gute Mischung zwischen jungen und erfahrenen Spielern. Sie sind zurück in der Erfolgsspur. Sie sind nicht aufzuhalten in den Möglichkeiten, die sie haben. Sie werden ein Wörtchen mitreden bei den Champions-League- und Europa-League-Plätze. Wolfsburg hat mehr Qualität als wir. Sie haben im Winter noch de Bruyne dazubekommen. Aber uns fehlen zu Wolfsburg nur zwei Punkte. Wir sind nicht so weit auseinander. Das spricht für meine Mannschaft, dass wir mit geringerer Qualität, mit weniger Möglichkeiten mit einem Sieg an Wolfsburg vorbei ziehen können. Ich habe in den letzten Tagen die Sinne geschärft. Die Spieler, die auf der Bank oder der Tribüne sind, entscheiden, ob eine Mannschaft erfolgreich bleibt. Weil sie Druck ausüben müssen, auf die erste Elf. Das war mit zuwenig in den letzten Tagen, vor allem beim Testspiel. Das war ein Appell an die Spieler, die sich empfehlen konnten. Das haben sie nicht gemacht. Deshalb war ich richtig sauer. Und traurig. Ich kann nur Veränderungen vornehmen, wenn die, die hinten dran sind, sich aufdrängen. Wenn da aber nix passiert, nehme ich keine Veränderungen vor. Für den Erfolg muss man jeden Tag arbeiten. Und kämpfen. Wenn man nachlässig wird, bedroht man das Mannschaftsgefüge und den Erfolg. Sonntag gegen Wolfsburg brauchen wir 90, 95 Minuten die absolute Konzentration. Wenn man im Training in den Tagen zuvor fahrlässig ist, wird es am Spieltag schwierig. Ich weiß noch nicht, wen ich aufstelle. Aber Änis Ben-Hatira ist noch kein Kandidat für die erste Elf. Er braucht einen Spielrhythmus, Praxis, um an das eigene Topniveau zu kommen. Auch John Brooks kommt aus einer Verletzung zurück. Bei mir braucht niemand zu denken, dass ein Spieler, der aus einer Verletzung kommt, nach drei, vier Tagen Training eine Platz in der ersten Elf hat, das geht nicht. Plätze im Kader oder der Startelf muss man sich verdienen. Es muss gerecht zugehen.

Preetz: Es gab ein Telefonat

Manager Michael Preetz, was daran sei, an einer Einigung wegen Adrian Ramos und Borussia Dortmund:

Preetz: Nix

Frage an Preetz, ob es bei Maik Franz und Peer Kluge – beide wurde zur U23 aussortiert – eine Entwicklung gibt.

Preetz: Es gab ein Telefonat, aber es gibt nichts Berichtenswertes. Es gibt keinen neuen Stand.

Der Berater der beiden Spieler, Jörg Neubauer, hat angekündigt, man werde sich nun wohl vor dem Arbeitsgericht sehen. Was der Manager dazu sagt.

Preetz: Wir sehen uns jeden Tag, hier auf dem Trainingsgelände.

Dem Trainer sind die Ramos-Gerüchte egal

Trainer Luhukay wurde gefragt, wie er die Verpflichtung von Kevin de Bruyne in Wolfsburg einschätze.

Luhukay: Kevin ist ein phantastischer Spieler. Er ist noch in der Entwicklung. Er bringt so viel mit. Das hat er in Bremen angedeutet. Jetzt ist er noch etwas erfahrener aus England zurück. Wir bei Hertha werden uns so einen Transfer auch in den nächsten Jahren nicht leisten können. Es ist erstaunlich, dass wir Wolfsburg im Moment so nahe sind in der Tabelle. Aber auf Jahre gesehen, wird Hertha diesen VfL nicht einholen können. Die Nachrichten sind spannend für die Öffentlichkeit. Für uns ist wichtig, dass Ramos in einer Topverfassung ist. Alles andere drumherum ist für mich nicht entscheidend. Die Gerüchte gehen an uns vorbei, das ist auch gut so.

Frage: Hertha steht auf Platz sieben, verändern Sie jetzt das Saisonziel?

Nein.

Luhukay träumt nicht von Europa

Warum nicht?

Weil wir weit entfernt sind von den Möglichkeiten, die die Verein, die oben stehen, haben. Wir können uns nicht mit diesen Klubs vergleichen. Sportlich schaffen wir es vielleicht, Wolfsburg am Sonntag zu schlagen. Aber das geht nur, wenn wir top sind.

Werden Peer Kluge und Maik Franz für Hertha noch mal Bundesliga spielen?

Luhukay: Dazu ist alles gesagt. Wir haben eine sportliche Entscheidung getroffen. Mehr muss ich dazu nicht sagen.

Ende der Pressekonferenz.

P.S. Die Pressekonferenz des VfL Wolfsburg mit Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs im Video-Clip