Bundesliga-Sensation: Heuschrecke KKR steigt mit über 60 Millionen bei Hertha ein

(Seb/ub) – Spiegel Online hat Hertha den Überraschungseffekt weggenommen. Der Vertrag mit dem seit Jahren gesuchten Investor ist perfekt. Die Private-Equity-Firma KKR (Kohlberg, Kravis Roberts & Co) aus New York steigt beim Hauptstadt-Klub ein. Gut 60 Millionen Euro beträgt die Summe. Die Zusammenarbeit ist zunächst für sieben Jahre ausgelegt. Das Geld wird Hertha nicht nur in einen Spielertransfer nach dem nächsten investieren. Vielmehr will Hertha die Summe nutzen, um einiges im eigenen Finanzsektor umzubauen.

Finanzgeschäftsführer Ingo Schiller hat den Deal der Morgenpost bestätigt.

Der LIVETICKER

16.34 Uhr: Ende der Pressekonferenz.

16.32 Uhr Schiller: Der Vertrag mit KKR ist unterschrieben und rechtskräftig.

16.30 Uhr Schiller: Wenn wir jetzt mit diesem Schritt den Verein entschulden, und andere Mittel freisetzen, haben wir auf Dauer mehr Mittel für den sportlichen Bereich.

16.29 Uhr Schiller: Es gibt keine Regelung, dass die Anteile an den Hertha-Aktien nach sieben Jahren enden. Es gibt die Möglichkeit, dass KKR seine Anteile verkauft. Es ist vertraglich vorgesehen, dass der Hertha e.V. dann ein Vorkaufsrecht hat.

16.27 Uhr Schiller: Dieser Deal mit der KKR braucht nicht die Zustimmung der Mitglieder. Wir sind aber der Überzeugung, dass dieser Vertrag die breite Zustimmung der Mitglieder finden wird.

16.25 Uhr Schiller: Der Vertrag hat keine verbliche Komponente. Ein KKR-Vertreter ist in den Aufsichtsrat der KGaA gewählt worden. (Nicht zu verwechseln mit dem Aufsichtsrat des Hertha e.V, dem Bernd Schiphorst vorsteht).

16.23 Uhr Schiller:Die Marke Hertha und der Verein Hertha BSC werden an Wert gewinnen. Das ist die Überzeugung von KKR und von uns.

16.21 Uhr Preetz: Wir werden nicht im Sommer Transfers in astronomischen Größenordnungen realisieren können. Der Wettbewerb in der Bundesliga ist unterhalb von Bayern München unglaublich eng. In der kommenden Saison werden vielleicht mit Köln und Kaiserslautern zwei weitere Traditionsklubs dazukommen. Wir wollen mit diesem Schritt, unsere Möglichkeiten langfristig verbessern.

16.20 Uhr Gegenbauer kehrt zurück: Sorry, das war Herr Grube, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn. Den wollte ich gern persönlich informieren.

16.18 Uhr Schiller: KKR bietet die Perspektive „Wachstum von Hertha BSC“. Daran will der Finanzinvestor gewinnen.

16.17 Uhr Schiller: Die Anteile für Hertha beruhen auf einer Unternehmens Bewertung von Hertha von etwa 220 Millionen Euro. KKR erwirbt 9,7 % der Anteile. Es gibt die Möglichkeit, diesen Anteil auf 33 Prozent zu erhöhen.

16.16 Uhr Hoppla, das Handy von Werner Gegenbauer klingelt, der Präsident steht auf und verlässt die laufende Pressekonferenz.

16.15 Uhr Preetz: Wir haben mehr Spielräume, aber es geht um Kontinuität. Es geht nicht um die anstehende Rückrunde. Es geht um die nächsten Jahre. Das ist ein Meilenstein, ein historischer Tag für Hertha, auf den wir alle unglaublich stolz sind.

16.14 Uhr Michael Preetz sagt, dass Herthas wirtschaftliche Konsolidierung mit dem heutigen Tag einen wesentlichen Schritt voran gekommen ist. Es wird sich jedoch nichts an unserer sportlichen Strategie ändern: Wir setzen weiter auf den großartigen Nachwuchs von Hertha. Wir werden die Mannschaft maßvoll verstärken. Wir setzen auf Wachstum.

16.13 Uhr Schiller: Die Partnerschaft ist langfristig ausgerichtet, sie ist auf mindestens sieben Jahre angelegt.

16.12 Uhr Schiller: Das Volumen beträgt 61,2 Millionen Euro. Wir werden sämtliche Verbindlichkeiten tilgen. Zudem wollen wir Rechte zurück erwerben, die wir zuletzt veräußert haben.

16.11 Uhr Ingo Schiller: Ich bin seit 16 Jahren hier, aber heute ist der schönste Tag für mich bei Hertha.

16.10 Uhr Präsident Werner Gegenbauer sagt: Es ist eine bahnbrechende Entscheidung für Hertha, dass wir mit der KKR einen strategischen Partner gefunden haben. Die finanzielle Verfassung von Hertha heute ist nicht zu vergleichen mit der, die wir gestern hatten.“

16.10 Uhr Hertha rechnet Sonntag gegen Nürnberg mit 40.000 Zuschauern.

16.09 Uhr Luhukay über Adrian Ramos: Körperlich ist er wieder gut drauf. Mental kann ich nichts sagen, ich kann ihn anschauen, aber nicht in den Kopf hineinschauen.

16.08 Uhr Luhukay: Wir haben diese Woche hart gearbeitet, um das Offensivspiel zu verbessern. Wir wollen wieder die Effektivität haben, die wir zum Ende der Hinrunde hatten.

16.06 Uhr Luhukay: Personell hat sich Situation entspannt. Es steht der gleiche Kader zur Verfügung wie in der Vorwoche. Ben-Hatira, Peer Kluge und Maik Franz spielen am Samstag mit der U23 gegen FC St. Pauli.

16.05 Uhr Bohmbach eröffnet die Pressekonferenz. Er kündigt an, dass es einen kurzen sportlichen Bereich gibt. Und „andere Themen des Tages“.

16.03 Uhr Das Podium füllt sich. Platz nehmen Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz, Trainer Jos Luhukay und Mediendirektor Peter Bohmbach. Ebenfalls im Raum anwesend: Hertha-Präsident Werner Gegenbauer und Ingo Schiller, der Finanzgeschäftsführer.

15.52 Uhr Eine Eigenschaft, von der Journalisten nie erzählen, die es aber braucht: Warten können. Deshalb mit dem gebotenen Augenzwinkern ein Hinweis auf die Schnellrecherche: Das Unternehmen KKR hat es vor einigen Jahren zur Berühmtheit in Deutschland gebracht, als der damalige SPD-Minister Franz Müntefering im Jahr 2005 KKR als „Mütter aller Heuschrecken“ bezeichnete – hier. Der damalige Chef der KKR hat das anders gesehen, seine Antwort auf die Kritik findet sich hier.

15.45 Uhr Der Medienraum füllt sich. So viele TV-Teams und Journalisten waren schon lange nicht vor Ort. Und das wird nicht nur am Hertha-Spiel am Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg liegen. Axel Kruse, Ex-Profi und mittlerweile selbstständiger Film-Produzent, erscheint und kalauert: „Wir sind reich.“ Sky und Sport 1 sind da, auch der rbb als Haussender. Die ARD-Sportschau kurz vor der 20-Uhr-Tagesschau hat ein Stück bestellt.