Covic siegt zum Debüt. Luhukay: "Baumjohann ist der Spieler, der uns am meisten fehlt"

(ub) – Präsident Werner Gegenbauer war da. Manager Michael Preetz war da, ebenso Cheftrainer Jos Luhukay. Herthas Chefetage schaute sich den Einstand von Ante Covic als Trainer der U23 an. Vor 1500 Zuschauern im Amateurstadion gelang dem Regionalliga-Team der lang ersehnte zweite Saisonsieg. 5:2 (3:1) hieß es im S-Bahn-Derby gegen den SV Babelsberg – Statistik hier.

Bei der Ankunft auf dem Hertha-Gelände gegen 11.30 Uhr hatte Covic zwei Stunden vor dem Anpfiff dem Kollegen Fiebrig und mir erzählt:

„Das ist eine schwierige Situation für die jungen Spieler. Mit ihren Jugendmannschaften haben sie immer nur oben gespielt. Diesen Druck jetzt zu haben, ist eine ungewohnte Situation. Das ist jetzt eine Kopfsache. Deshalb bin ich froh, dass einige Profis dabei sind. Die Jungen brauchen Spieler, zu denen sie aufschauen, an denen sie sich orientieren können. Drei Punkte wären sehr wichtig.“

Holland und Brooks treffen für die U23

Von den Profis waren im Einsatz Philip Sprint, John Brooks, Fabian Holland und Marcel Ndjeng. Lohn des Aufwandes: Herthas U23 überholte Lok Leipzig und ist in der Staffel Nordost nun Tabellenvorletzter. Nach der Partie sagte Covic auf der Hertha-Homepage:

„Wir haben heute einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Jungs haben heute alles gegeben und müssen lernen, dass man nur mit dieser Einstellung in der Liga bestehen kann.“

Was das Ganze mit dem 15. Hochzeitstag von Ante Covic und seiner Frau zu tun habt, lest Ihr – hier.

Bei den Profis waren in der Frische des Vormittags auf dem Schenckendorff-Platz die Reservisten im Einsatz (Fotos: ub) . . .

. . . hier Nico Schulz (von links), Sandro Wagner, Per Kluge, Christoph Janker, Maik Franz und Peter Niemeyer.

Luhukay nervt die erneute Heimniederlage

Trainer Jos Luhukay war auch am Tag nach dem 0:1 gegen Bayer Leverkusen frustriert. Er lobte die Mannschaft für ihre „Bereitschaft“ und „die wahnsinnige Laufintensität“. Monierte aber die Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor.

Ausführlich beschäftigte er sich mit den Stärken von Ronny, die Hertha im Spiel gegen defensiv stehende Gegner fehlen. Und noch ausführlicher begründete der Trainer, warum er Ronny derzeit nicht frühzeitig bringen kann (siehe Montagsausgabe der Morgenpost ).

Baumjohann will im Trainingslager im Januar dabei sein

Gute Nachrichten gibt es von Alexander Baumjohann. Der ackert seit seinem Kreuzbandriss Ende August in Wolfsburg derzeit in der Reha. Luhukay sagte über ihn:

„Alex ist der Spieler, den wir am meisten vermissen. Wir hatte einige Spiele, wo uns Alex mit den Extras, die er hat, hätte befreien können. Es geht ihm im Moment gut. Er ist mental positiv mit seiner Situation umgegangen. Er macht grosse Fortschritte. Wenn es nach Alex geht, möchte er mit ins Trainingslager in die Türkei. Ich habe ihm gesagt, dass das nur möglich ist, wenn er dort aktiv teilnehmen kann. Als Tourist mitzufahren, das macht macht keinen Sinn.“

Heute, Sonntag, gibt es beim rbb-Sportplatz einen ausführlichen Beitrag über Baumjohann, die Kollegen habe ihn in der Reha besucht (rbb, 22.20 Uhr).

P.S. Für Eure Lebensplanung: Die nächste Trainingseinheit der Profis findet am Dienstag, um 14 Uhr, auf dem Schenckendorff-Platz statt.