Stop'n-Sprint bei Hertha, Staunen über die Rekordzahlen des Rekordmeisters

(ub) – Guten Abend in die Runde. Habe nicht viele von Euch erblickt beim Vormittagstraining. Erstmals in dieser Saison hat Trainer Jos Luhukay seine Mannschaft bereits um 9.30 Uhr zur Arbeit gebeten. Die Frage, ob alle rechtzeitig eingetroffen seien, umdribbelte der Trainer.

Wir haben zunächst eine Einheit im Kraftraum gemacht.

Deshalb kam die gesammelte Arbeitsgruppe in der blauen Trainingskleidung mit einiger Verspätung heraus zum Schenckendorff-Platz. Nicht benötigt wurden Bälle und Fußballschuhe. Stattdessen ließ Konditionstrainer Markus Gellhaus Laufen (Foto: ub) . . .

. . . im langen Sprint 90 Meter binnen 15 Sekunden den Trainingsplatz hinunter. Und wieder hinauf. Und hinunter. Insgesamt acht Mal.

Zur Abwechslung ging es in den mit Fangnetzen abgetrennten Käfig. Dort verordnete Gellhaus kurze Sprints: Wie viel Bahnen samt 180-Grad-Drehung über 15 Meter schaffen die Profis in 15 Sekunden? Nach einigen Durchgängen Stop’n-Sprint wurde auf den großen Trainingsplatz gewechselt: Acht Durchgänge über 90 Meter in . . .

Trainer Luhukay: „Wir arbeiten an den Grundlagen und der Ausdauer. Ich bin stolz, wenn ich sehe, wie die Mannschaft sich in jeweils in der zweiten Halbzeit und besonders in den Endphasen der Spiele präsentiert. Sie ist topfit. Dafür müssen wir natürlich was tun. Und die Nationalspieler absolvieren ihr Training bei ihren Nationalmannschaften.“

Zum Training am Nachmittag gibt es einen Bericht von der Hertha-Homepage – hier.

Einer dürfte es schwer gehabt haben, heute zu trainieren. 23 Stunden verbringt Fabian Lustenberger heute im Flugzeug. Via Instagram verriet der Hertha-Kapitän seinen Reiseweg mit der Schweizer Nationalmannschaft nach Südkorea…

. . . es ging mit Finnair von Zürich nach Helsinki und von dort nach Seoul. Dort erwartet die Mannschaft von Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld nicht nur ein Zeitverschiebung von acht Stunden, sondern auch eine ungewohnt hohe Luftfeuchtigkeit.

Hertha senkt Schulden auf 37,1 Millionen

Die sensiblen Seelen unter den Immerherthanern bitte ich, den verbleibenden Text zu überscrollen.
Am Montag auf der Mitgliederversammlung im ICC wird Finanzchef Ingo Schiller die Zahlen für die die zurückliegende Zweitliga-Saison 2012/13 von Hertha vorlegen. Bei „Hertha im Dialog“ am Dienstag ließ sich Schiller entlocken, dass die Verbindlichkeiten gesunken sind. „Es wird eine 3 vorne stehen.“ Wir erinnern uns: Im Juni 2012 hat Hertha Verbindlichkeiten von 43 Millionen Euro ausgewiesen. Ich denke, wir werden am Montag eine Größenordnung an Verbindlichkeiten von 37,1 Millionen hören.

Bayern steigert Eigenkapital auf 287 Millionen

Als kleine Vorbereitung auf das Montags-Date bei Hertha: Heute Abend legt der FC Bayern seine Zahlen für 2012/13 vor. Schon klar, da sind nicht mal Äpfel mit Birnen zu verglichen.

Aber so zum Überblick, wo die Spitze des deutschen Profifußball liegt:

    • Umsatz im Geschäftsjahr 2012/2013: 432,8 Millionen Euro,
    • Konzerngewinn nach Steuern 14 Millionen Euro (vor Steuern 22,1 Millionen Euro),
    • Eigenkapital (das ist das Gegenteil von Verbindlichkeiten ) 286,8 Millionen Euro

    • Einnahmen im Spielbetrieb: 150 Millionen Euro.
    • Sponsoring und Vermarktung 102,4 Millionen Euro,
    • Einnahmen aus Transfers: 1,6 Millionen Euro
    • Merchandising: 82,8 Millionen Euro.

Größer Posten auf der Ausgabenseite:

  • Personal: 202,8 Millionen Euro (hier wird Hertha so um die 21 Mio. ausgegeben haben).

Zu den Zahlen aus München – was ist das Learning für Hertha ?

Mir fällt Andre Mijatovic ein:

Wir haben noch Luft nach oben.


P.S. Falls jemand den Livestream verfolgen möchte. Als erstes redet, ab 19 Uhr der Präsident . . .
duck und wech, schön’n Abend.