LIVEBlog Hertha kassiert einen späten 2:2-Ausgleich

(mey) – Zweiter Spieltag der Fußball-Bundesliga. Hertha BSC tritt beim 1. FC Nürnberg an. Der Aufsteiger mit will nach dem Überraschungsauftritt zum Start, dem 6:1 gegen Frankfurt, die Form bestätigen. Trainer Jos Luhuhay hat in der Vierer-Abwehrkette auf gleich drei Positionen umgebaut. Peter Pekarik und Fabian Holland ersetzen die verletzten Ndjeng und van den Bergh. Zudem hat der Trainer als Innenverteidiger Christoph Janker aufgeboten statt John Brooks. Der Trainer am Sky-Mikrofon zum Wechsel in der Innenverteidigung.

„Ich finde, dass das für John alles etwas viel war in der vergangenen Woche. Wir wollen in der Zukunft noch viel Freude an ihm haben. Aber heute soll John zunächst mal draußen zuschauen.“

Nürnberg: Schäfer – Feulner (58. Chandler), Dabanli, Pogatetz, Pinola – Stark (71. Esswein), Balitsch – Kiyotake, Drmic, Mak – Ginczek

Hertha: Kraft – Pekarik, Langkamp, Janker (65. Wagner), Holland – Lustenberger, Hosogai – Allagui (65. Ronny), Baumjohann (83. Brooks), Ben-Hatira – Ramos.

Der LIVETICKER

Endstand 1. FC Nürnberg–Hertha BSC 2:2 (1:0)

2:2 Freistoß von Kyotake aus 22 Metern links oben schlägt es ein, Torwart Thomas Kraft zeigt keine Reaktion (89.)

Folge: Hertha nicht mehr Tabellenführer

83.‘ Luhukay will den Sieg nach Hause bringen, wechselt Innenverteidiger Brooks ein, Baumjohann geht. Hertha kehrt in das 4-2-3-1-System zurück.

79.‘ Die Nürnberger Fans sind aufgebracht: „Schieber, Schieber“-Sprechchöre gegen den Schiedsrichter

1:2 Ronny trifft unten rechts, Torwart Schäfer hatte sich die andere Ecke ausgesucht (78.)

Die Ordnung im deutschen Fußball ist wieder hergestellt: Hertha Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga vor Leverkusen und den Bayern

76.‘ Elfmeter für Hertha, Pinola grätscht gegen Baumjohann, der Herthaner fällt. Einen Elfmeter, den man geben kann . . .

70.‘ Gelb für Chandler, der einen Hertha-Konter mit einem Tritt gegen Ben-Hatiras Beine unterbindet

68.‘ Gelbe Karte für Stark, der Fabian Lustenberger abgegrätscht

65.‘ Hertha baut um: Wagner und Ronny kommen, Janker und Allagui gehen. Meint: Lustenberger rutscht von der Sechs zurück in die Innenverteidigung, Ramos geht auf die rechte Seite, Wagner übernimmt die Neuner-Position vom Kolumbianer. Hertha spielt nun im System 4-1-4-1

63.‘ Oha, Baumjohann wird im Nürnberger Strafraum frei gespielt, er will den Ball mit dem rechten Außenrist an Torwart Schäfer vorbeilegen, der pariert aber. Da war eine gute Gelegenheit.

1:1, Eigentor, Allagui schießt aus zwölf Metern in die linke Ecke, Nürnbergs Dabanli fälscht mit der Brust ins rechte Eck ab (60.)

55.‘ Großchance für Lustenberger 13 Meter vor dem Club-Tor, doch im letzten Moment bekommt Nürnbergs Dabanli noch eine Fussspitze an den Ball – nur Ecke.

52. Gelb für Baumjohann und Pinola. Glück für den Berliner, dessen Wischer zum Kopf des Nürnbergers auch als Tätlichkeit hätte gewertet werden können. Schiedsrichter Winkman mit einer salomonischen Entscheidung, da Pinola die Situation provoziert hatte.

49. Ben-Hatira setzt sich auf der linken Seite durch, Ramos hechtet in die Flanke, köpft den Ball jedoch am rechten Pfosten vorbei.

46.‘ Hertha hat Anstoß zur zweiten Hälfte, Trainer Luhukay schickt die selbe Elf aufs Feld, die begonnen hat.

Halbzeit-Fazit beim offiziellen Hertha-Twitter-Ticker:

Halbzeit-Fazit beim offiziellen FCN-Twitter-Ticker:

Pausenstand 1. FC Nürnberg–Hertha BSC 1:0

45.‘ Eine Minute Nachspielzeit ist angezeigt

41.‘ Freistoß für Hertha, rechts an der Nürnberger Strafraumgrenze. Ben-Hatira legt zurück auf Pekarik, der aber keinen Druck auf den Ball bekommt, Chance vertan.

1:0 für Nürnberg Drmic nach Vorlage von Ginczek mitten durch die Hertha-Abwehrzentrale, nix zu halten für Torwart Kraft (37.)

33.‘ Endlich ein schneller Hertha-Angriff. Dem einschussbereiten Ben-Hatira wird der Ball sechs Meter vor dem Club-Tor in allerletzter Sekunden von Nürnbergs Feulner vom Fuss gespitzelt.

32.‘ Gelbe Karte für Herthas Pekarik, der Kyotake im Mittelfeld von hinten attackiert hatte.

30.‘ Zwischenfazit: Ein Spiel als zäher Abnutzungskampf. Viele Zweikämpfe, aber wenig Tempo. Dementsprechend entstammt die einzige Chance, der Pfosten-Kopfball von Ginczek einem Standard.

27.‘ Gelbe Karte gegen Feulner, der Hosogai mit einem schmerzhaft Tritt gegen das Sprunggelenk einschüchtern will.

23.‘ Schon wieder Freistoß aus dem Halbfeld für Nürnberg, Langkamp klärt auf Kosten eines Eckballs.

21.‘ Kyotake-Freistoß erneut von der rechten Hertha-Abwehrseite. In der Mitte bekommt Ginczek den Kopf an den Ball – Pfosten. Durchatmen.

18.‘ Ramos flankt von rechts, Ben-Hatira gelingt statt einem Torschuss ein unfreiwilliger Rückpass auf den (mitterlweile im Abseits stehenden) Ramos an der rechten Eckfahne.

15.‘ Kyotakte-Eckball im zweiten Anlauf, Ginczek köpft am Pfosten vorbei.

14.‘ Ungeschicktes Zweikampf-Verhalten von Holland, der dem Gegenspieler auf den Fuß steigt. Glück für den Herthaner, dass das keine Gelbe Karte gibt.

11.‘ Drmic überläuft Pekarik auf der rechten Hertha-Abwehrseite. Seine Flanke zurück in den Strafraum erreicht aber keinen Mitspieler, sondern Hosogai, der klärt.

10.‘ Ben-Hatira versucht es von der Strafraumgrenze direkt, der Ball segelt jedoch links am Tor vorbei.

8.‘ Gelbe Karte für Labandi, der Ramos kurz vor dem Strafraum rüde von den Beinen holt.

6.‘ Hertha hat den ersten Eckball der Partie. Von links tritt Ben-Hatira den Ball hinein. In der Mitte geht Ramos wie vom Blitz gefällt zu Boden, Nürnberg hat den Ball und spielt auf einen Konter – der ins Nirwana läuft.

5.‘ Feulner verpasst Änis Ben-Hatira einen Schlag auf dessen linken Knöchel.

3.‘ Hosogai checkt im Luftduell gleich mal Torwart Schäfer.

1.‘: Hertha spielt im traditionellen Blau-weiß, Nürnberg im klassischen Rot-schwarz, die Hausherren haben Anst0ß.

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7.30 Uhr Ich stapfe heute Morgen vorbei an zerfeierten Gestalten, pöbelnden Biertrinkern und im Großstadtsumpf verlorenen Touristen zum Hauptbahnhof. Der ICE Richtung München steht bereit. Ich setze mich direkt hinter einen Haufen Hertha-Fans, der sich vorgenommen hat, das komplette Abteil mit seiner Stumpfsinnigkeit zu behelligen. Erstaunlich, dass die harten Jungs offenbar ziemlich gern Mädchenpop hören…

Klassenfahrt-Feeling auf dem Weg zu Herthas Auswärtsspiel gegen den 1. FC Nürnberg (15.30 Uhr) also. Ich verbuche es als Feldforschung und freue mich auf eine Partie im Frankenstadion…äh…Grundig-Stadion, die interessant zu werden verspricht. Wie ihr es gewohnt seid, findet ihr an dieser Stelle mit Anpfiff der Begegnung einen preisverdächtigen Liveticker zum Spiel.

Bevor es soweit ist, erfahrt ihr hier alles Wissenswerte zur Partie im Immerhertha-LIVEblog. Und los geht’s:

10.35 Uhr Vor dem Spiel haben wir mit Herthas kolumbianischen Angreifer Adrian Ramos gesprochen. Nun ist es ja so, dass der 27-Jährige ein besonders schüchterner Zeitgenosse ist. Im Morgenpost-Interview aber überraschte der Stürmer, der gegen Frankfurt am vergangenen Wochenende bekanntlich gleich doppelt getroffen hatte, mit ein paar schönen Ansagen. Nicht nur, dass sich Ramos mehr als elf Tore für diese Saison als Ziel gesetzt hat. Er glaubt auch, dass Hertha längst noch nicht am Ende des eigenen, möglichen Leistungsniveaus angekommen ist.

Das komplette Interview findet ihr zur Einstimmung hier

11.15 Uhr Orlamünde. Ein Halt in einer Ortschaft, von der ich bis eben nicht wusste, dass sie existiert. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet über Hertha. Und zitiert die Berliner Morgenpost (aus dem Interview mit FCN-Manager Martin Bader). Für FAS-Autor Michael Horeni ist John Brooks das Symbol für den Aufschwung beim Hauptstadt-Klub. Kann man so sehen.

Mit Blümchen im ICE

12.25 Uhr Die Stimmung im ICE-Abteil steigt. Die Hertha-Fans stehen auf deutschen Schlager. Das hat bei Hertha Tradition. Auch Manager Michael Preetz und Trainer Jos Luhukay bekennen sich zu ihrer Vorliebe für deutsches Liedgut. Aktuell wurde im ICE gerade Helene-Fischer-Songs zum Besten gegeben. Jetzt wird „Du und ich“ von Blümchen gesungen – zugegeben richtig gut.

12.30 Uhr Im Hotel Ramada-Parkhotel in Nürnberg triftt sich die Mannschaft von Hertha BSC bei Tisch. Die Auswahl klingt, als stamme sie vom Kindergeburtstag: Es gibt entweder Nudeln mit Bolognese oder Putenschnitzel mit Kartoffelbrei #sportlernahrung

Polizei-Aufgebot nimmt Hertha-Fans in Empfang

13.15 Uhr In Nürnberg wartet ein größeres Polizei-Aufgebot auf die Hertha-Fans. Die werden erstmal auf dem Bahnhof gehalten, während reichlich FCN-Anhänger die Bahnen und Busse Richtung Grundig-Stadion besteigen.

13.25 Uhr Fahre mit der S-Bahn Richtung Stadion, um mich herum dutzende von Nürnberger Fans. Ein Glubberer sagt:

„Boa, bin ich angespannt. Free um Fünfe scho bin aufgewacht. Konnt’net mehr schlafen . . . heute gegen die Hertha aus Berlin. Das wird spannend.“

13.30 Uhr Im Mannschaftshotel in Nürnberg bittet Trainer Jos Luhukay zur Mannschaftsbesprechung. Die Aufstellung lautet. Kra. . . , ach nee, dürfen wir noch nicht verraten

13.55 Uhr Der Morgenpost-Reporter kommt am Stadion an. Dort wird dem Besucher gleich klargestellt, wie die Hausherren die Verhältnisse gern hätten (Foto: mey)

14 Uhr Am Ramada-Parkhotel in Nürnberg setzt sich ein großer dunkelblauer Bus mit einem überdimensionierten Wappen auf dem hinteren Drittel in Bewegung. An Bord der komplette blau-weiße Tross.

14.15 Uhr Die Mannschaft von Hertha ist am Grundig-Stadion angekommen. Die Spieler pilgern auf den Platz.

Brooks erhält eine Pause

14.25 Uhr Immerhertha-Exklusivrecherchen ergeben: Den Platz hinten links in der Vierer-Abwehr übernimmt Fabian Holland. Und noch eine Änderung hat Trainer Luhukay vorgenommen: In der Innenverteidigung spielt Christoph Janker anstelle von Brooks (wg. Belastung mit dessen Länderspiel-Reise).

Die Hertha-Aufstellung: Kraft – Pekarik, Langkamp, Janker, Holland – Lustenberger, Hosogai – Allagui, Baumjohann, Ben-Hatira – Ramos.

14.55 Uhr Beide Mannschaften betreten fast zeitgleich den Rasen, um sich warm zu machen. Die Stadion-Regie spielt ein: Guns’N Roses – Welcome to the Jungle.

15.15 Uhr Trainer Jos Luhukay am Sky-Mikrofon zum Wechsel in der Innenverteidigung.

„Ich finde, dass das für John alles etwas viel war in der vergangenen Woche. Wir wollen in der Zukunft noch viel Freude an ihm haben. Aber heute soll John zunächst mal draußen zuschauen.“

Stay tuned!