Hertha und der Zehn-Jahres-Vertrag mit Nike oder Seid verschlungen, Millionen

(ub) – Die Gründe sind unterschiedlich, das Resultat das gleiche: Nicht alle von Euch haben Zugang zur Print-Ausgabe der Berliner Morgenpost. Deshalb will ich hier im Blog noch mal einige Details zur vertraglichen Verbindung von Hertha und Ausrüster Nike einstellen. Hertha hat einen aufsehenserregenden Zehn-Jahres-Vertrag mit dem Sportartikel-Hersteller aus Oregon/USA abgeschlossen. Der läuft nun von 2015 bis 2025.

Die am meisten gestellte Frage zum Deal lautet: Wie viel Geld gibt es für Hertha?

Antwort: Das lässt sich derzeit nicht exakt sagen.

Fünf Millionen für die Meisterschaft

Weil die Vereinbarungen an das sportliche Abschneiden von Hertha geknüpft sind. Ich kann Euch aber eine relativ gute Vorstellung geben, wie so ein Kontrakt aufgebaut ist. Deshalb anbei die Summen, die Hertha erhält im derzeit gültigen Vertrag, der bis zum 30. Juni 2015 läuft (Foto: ub/ Quelle Berliner Morgenpost/Bremer-Kontor).

Zusätzlich zu dieser Grundvergütung honoriert der Ausrüster sportlichen Erfolg. Und zwar so:

  • Deutsche Meisterschaft 500.000 Euro
  • Erreichen Champions League 2,5 Mio. Euro
  • Erreichen Europa League 1,25 Mio
  • Gewinn DFB-Pokal 300.000

Der neue, ab 2015 laufende, Zehn-Jahres-Vertrag ist besser dotiert (Würde von einer moderaten Steigerung ausgehen und sicher nicht von einer Verdopplung der Zahlen). Denke, dass die grundsätzliche Vertragsstruktur erhalten bleibt.

Beim Blick auf die Zahlen wird zudem deutlich, warum sich heute, im August 2013, nicht exakt beziffern lässt, ob der Kontrakt mit dem Ausrüster Hertha bis 2025 insgesamt 7,5 Millionen einbringen wird. Oder 30 Millionen. Oder mehr als 40 Millionen Euro.

Hertha landet bei den Sponsoren

Ich finde neben dem finanziellen Volumen das Signal interessant. Das geht nach innen und außen. Hertha hat in den vergangenen Wochen diverse Verträge verlängert (Hauptsponsor, mit mehreren Exklusiv- sowie mit ‚einfachen‘ Partnern). Dazu wurden zwei neue Exklusiv-Partner gewonnen. Bin geneigt der Ansicht von Herthas Finanzchef Ingo Schiller zu folgen:

Hertha BSC wird wieder Nachhaltigkeit zugetraut.

Habe bei hertha-inside Kritik gelesen. Dass es unklug sei einen so langfristigen Vertrag abzuschließen. Vielleicht ist Hertha in vier, fünf Jahren derart erfolgreich, dass das Trikot vielleicht doppelt so viel wert ist, wie jener Betrag, den Hertha heute mit Nike vereinbart hat. Das ist ein Argument.

Aber in der Abstufung, die der Vertrag vorsieht, überwiegt für mich die Strahlkraft des Unternehmens. Wenn Nike sich von heute bis 2025 an bindet, heißt das: Der größte Sportartikel-Hersteller der Welt glaubt an Hertha. An die handelnden Personen. Und an das Potenzial der Hauptstadt Berlin.

Wer ist schuld am Hertha-Aufschwung?

Für den Abschwung in den vergangenen drei Jahre gab es reichlich Schuld-Zuweisungen an die Hertha-Verantwortlichen. So ist das Geschäft, wir Medien sind ein fleißiger Teil davon. Nur, wie erklären wir uns die Attraktivität von Hertha für sehr verschiedene Unternehmen in diesem Sommer? Und wie personalisieren wir diese Frage . . .