Trainingslager, Tag II: Kraft trainiert, Allagui und Lasogga steigen in die Eistonne

(ub) 10.40 Uhr Guten Morgen aus Reichenwalde aus dem Trainingslager von Hertha BSC. Die Nacht hier hat es gewittert und geregnet. Dem Platz ist das nicht anzumerken, bei leicht schwülen 21 Grad geht die Mannschaft ihrer Arbeit nach.

Es verspricht warm zu werden in Brandenburg. Für die Spieler ist der Tisch mit etwa 50 Wasserflaschen bereits aufgebaut.

10.50 Uhr Erstmals am Scharmützelsee trainiert Thomas Kraft mit. Der Torwart scheint seine Fieber-Attacke auskuriert zu haben. Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind auch alle Spieler inklusive Pierre-Michel Lasogga im Einsatz

10.55 Uhr Nach dem Aufwärmprogramm lässt Trainer Jos Luhukay – Ihr ahnt es – das korrekte Passspiel üben.

Hier noch ein Eindruck vom gestrigen Nachmittagstraining (Fotos: ub). Hertha interessiert . . .

. . . quer durch alle Altersklassen. Besonders gefallen hat mir das hinter Glas gerahmte Mannschaftsfoto.

Übungseinheit vor dem Frühstück

11 Uhr Für die Mannschaft handelt es sich bereits um die zweite Einheit dieses Dienstags. Vor dem Frühstück gab es im Fitnessraum des Hotels bereits eine Runde Stabilisationsübungen. Wer nun meint, Hertha sei deshalb auf dem Platz von Eintracht Reichwalde am Boden . . .

. . . irrt. Natürlich handelt es sich um gymnastische Übungen.

11.02 Uhr Luhukay, Anhänger der guten alten Trillerpfeife, pfeift:

„Zwei Minuten Pause. Vergesst das Trinken nicht.“

11.10 Uhr Der einzige, der im blau-weißen Tross fehlt, ist der Manager, der einen Bürotag in Berlin einlegt.

11.15 Uhr Nun wird auf voller Spielfeld-Breite, aber bei nur 30 Meter Länge Sieben-gegen-Sieben gespielt. Für die Mannschaft mit Ball geht es um den Spielaufbau, für die andere um das richtige Anlaufen der Gegner im Pressing. Es geht engagiert und lautstark zur Sache.

Ronny trifft, Burchert pariert

11.30 Uhr Es wird gespielt.

Blau: Burchert – Janker, Franz, Hubnik, Holland – Kobiashvili, Baumjohann – Ndjeng, Ben-Hatira, Allagui – Ramos.

Gelb: Kraft – Pekarik, Langkamp, Brooks, van den Bergh – Kluge, Mukhtar – Sahar, Ronny, Schulz – Wagner.

Rot: Niemeyer, Lustenberger

Tore: 0:1 Ronny.

Die spektakulärsten Szenen hatte Sascha Burchert. Herthas Nummer zwei parierte mehrfach gegen den frei vor ihm stehenden Ramos, gegen Ndjeng und Ben-Hatira.

Lasogga schaut zu

Lasogga wird, da erst am zweiten Tag im Training, bei diesen Spielform noch geschont.

11.40 Uhr Was die Spieler noch nicht wissen: Die Physiotherapeuten haben vor der Kabine eine hüfthohe Plastiktonne aufgebaut, gefüllt mit eiskaltem Brunnenwasser. Daneben warten zwei Paletten mit zerstoßenen Eiswürfeln . . .

Eure Meinung: Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp‘ als Erster zu tauchen in diesen . . . ?

11.55 Uhr Um das Rätsel aufzulösen: Die Eistonnen-Medaillen gehen an Sami Allagui (Gold), Sascha Burchert (Silber), Fabian Lustenberger (Bronze).

Wie versprochen: Der Foto-Beleg zur Auflösung.

Sami Allagui war der erste, der in die Eistonne kletterte. Sinn der Übung: Wer dort einige Minuten aushält, verbessert die Regeneration. Ist aber halt nicht jedermanns Sache.

Anbei ein Foto, das gleich zwei Fragen beantwortet: Wie ist die Stimmung so in der Mannschaft? Und lässt sich Fabian Lustenberger fürs Training tapen?

Und natürlich ist dort, wo Hertha ist, die Medienarbeit nicht fern. Hier . . .

Trainer Jos Luhukay am Mikrofon von Antenne Brandenburg.

P.S. Nachtrag vom Nachmittagstraining. Vier x 2000 Meter waren zu Laufen. Im Anschluss kletterte Pierre-Michel Lasogga in die Eistonne . . .

. . . seine Miene sagt: Ganz schön kalt.