Die verflixte Nummer 13

(Seb) – Triskaidekaphobie. Auf dieses Wort bin ich bei der Recherche zum Blogeintrag gestoßen. Als Triskaidekaphobie bezeichnet man die abergläubische Furcht vor der Zahl 13, die in schwerer Ausprägung zur Vermeidung dieser Ziffer im Alltag führt. Deshalb gibt es zum Beispiel in Flugzeugen selten eine Reihe 13. Ich möchte an dieser Stelle keinem Hertha-Profi eine Phobie andichten, aber die Zahl 13 fehlt bei den neuen Rückennumern der Spieler.

Zuerst dachte ich an den üblichen Aberglauben unter Fußballern, der zu manch merkwürdiger Marotte führt. Aber weit gefehlt. Von den 18 Bundesligisten der vergangenen Saison haben 14 Klubs die vermeintliche Unglücksnummer vergeben. Rafinha ist damit Triple-Sieger geworden und Fürths Pekovic abgestiegen. Besondere Ausschläge wie dauernde Verletzungen konnte ich bei den Spielern auch nicht feststellen. Und in der deutschen Nationalmannschaft hat die 13 fast schon Glückscharakter. So trugen sie Gerd Müller, Michael Ballack und aktuell Thomas Müller. Keiner von ihnen ist jemals aus den Bus gestiegen und hat sich dabei den Fuß verknackst.

Ramos erhöht auf 20

Bei der Nummernvergabe gibt es dieses Jahr bei Hertha wenig Aufregung. Adrian Ramos verzichtet auf die 9, die er jahrelang trug, um auf die 20 zu wechseln. Die Ziffer zierte schon in der kolumbianischen Nationalmannschaft seinen Rücken. Warum er sie nicht gleich nach Patrick Eberts Abschied genommen hat, wird der Stürmer alleine wissen. Dafür schnappt sich Neuzugang Alexander Baumjohann die 9. Sebastian Langkamp nimmt die 15, die er schon in Augsburg hatte und Hosime Hosogai bekommt die 7. Die hatte der Japaner zwar nicht in Leverkusen (dort war es die 14), dafür aber unter Jos Luhukay in Augsburg.

Eine Zahl zum Abschluss: Am 21. Juni um 12 Uhr gibt die DFL den Spielplan heraus. Oder wie ich es gerne bezeichne, den Urlaubs-Rahmenplan. Der Vorteil des Aufstieges: Der Montag als möglicher Termin fällt in der Vorausplanung heraus.

Damals war’s: Die Hertha-Bubis

Hertha feiert gerade auf der eigenen Website den Einzug der eigenen Amateur-Mannschaft ins Pokalfinale vor 20 Jahren. Aktuell gibt es Teile zu den ersten Runden, dem Achtefinale, Viertelfinale und Halbfinale.

Vor zwanzig Jahren besuchte ich gerade die siebte Klasse der damals noch schnöde als 3. Gymnasim Berlin-Hellersdorf bezeichneten Schule. Wenige Tage nach dem Halbfinale gegen den Chemnitzer FC bekamen wir eine Englisch-Arbeit zurück. Nichts, woran ich mich jetzt noch erinnern würde, wenn nicht auf einem Blatt ein roter Strich quer über das Blatt gezogen worden wäre.

Unser Lehrer, selbst gebürtiger Chemnitzer, korrigierte den Stapel während des Halbfinales vor dem Fernseher. Beim Elfmetertor von Steffen Heidrich strich er gerade einen Fehler an und schrammte im Jubel über den Anschluss mit dem Kugelschreiber über die Arbeit. Das Ende der Geschichte ist bekannt: Hertha kam ins Finale und mein Englischlehrer geknickt zur Schule.

Habt ihr noch Erinnerungen an den sensationellen Poakleinzug vor zwanzig Jahren? Dann schreibt es in den Kommentaren. Kaum zu glauben, dass das schon so lange her ist.