Mit Baumjohann kommt der Nächste aus der Luhukay-Connection zu Hertha

(mey) – Eigentlich sollte es heute ja mit euren Gastbeiträgen weitergehen. Daraus wird nun leider nix. Das liegt daran, dass heute jemand in Berlin zu Gast war. Alexander Baumjohann landete am Vormittag in der Hauptstadt, absolvierte den obligatorischen Medizincheck bei Herthas Mannschaftsarzt Dr. Ulrich Schleicher und unterschrieb daraufhin einen Dreijahresvertrag bei Hertha BSC.

Der 26-Jährige kommt ablösefrei vom 1. FC Kaiserslautern. Möglich ist dies, weil die Pfälzer den Aufstieg in den beiden Relegationsspielen gegen die TSG Hoffenheim verpasst haben. Andersfalls hätte sich der Vertrag des Mittelfeldspielers automatisch verlängert. So aber freut sich Hertha auf den Rechtsfuß. Manager Michael Preetz sagte mir eben:

„Alex ist ein Spieler, der unumstritten ein richtig guter Fußballer ist. Mit seiner Technik und seiner Kreativität wird er uns weiterhelfen können.“

Die Gefahr, ein ewiges Talent zu bleiben

Alles zu den Hintergründen des Deals findet ihr morgen in eurer Morgenpost. Nur soviel vorweg: Lange galt Baumjohann im deutschen Fußball als großes Talent. Nicht umsonst verpflichtete ihn der FC Bayern 2009. Doch wie bei den Bayern konnte sich der 1,78 Meter große Offensivspieler auch nach seiner Rückkehr zu Schalke 04, wo er einst ausgebildet wurde, nicht hunderprozentig durchsetzen. Er drohte, über den Status „ewiges Talent“ nicht hinauskommen zu können. In der vergangenen Spielzeit schoss er für den FCK fünf Tore und bereitete elf Treffer vor. Preetz sagte:

„Dieses Jahr in Kaiserslautern hat ihm richtig gut getan.“

Nach Sebastian Langkamp, Johannes van den Bergh und Hajime Hosogai ist Baumjohann nun bereits der vierte Neue aus der Luhukay-Connection. Beide kennen sich aus der gemeinsamen Zeit in Mönchengladbach (2007-08).

Ihr seid gefragt: Was haltet ihr von der Verpflichtung Baumjohanns? Wie beurteilt ihr die Tatsache, dass Hertha nur Spieler geholt hat, die Luhukay bereits trainiert hat? Welche Vorteile das hat, habe wir hier schon ausgiebig geklärt. Aber welche Nachteile hat diese Form der Personalplanung?

Lasogga startet ins Turnier

Von einem neuen zu einem bereits etablierten Herthaner: Um 20.30 Uhr (kabeleins) startet die deutsche U21-Nationalmannschaft ins Turnier um die Europameisterschaft in Israel. Es geht gegen die Niederländer. Mit dabei ist Pierre-Michel Lasogga. Ich könnte mir vorstellen, dass der Stürmer in der Startelf stehen wird. Es heißt also Daumendrücken, damit Hertha neben Änis Ben-Hatira und Sandro Wagner (beide holten den Titel 2009) bald einen weiteren U21-Europameister in den eigenen Reihen hat.